Bayern-LB

Fragen und Diskussionen zu sonstigen Banken / Anlagen.

Beitragvon Martin » Di Feb 01, 2011 8:23 pm

Falls es jemanden interessiert, meine Antwort:

Sehr geehrte Damen und Herren,

kann ich mich für eine solche Antwort bedanken? Ich denke, das geht gerade so noch.

Die Anfrage habe ich selber bereits ebenfalls an die BayernLB gerichtet. Es sollte also kein Problem darstellen. Allerdings gehe ich davon aus, dass die BayernLB sich aus der Affäre zieht, wir stehen in keiner Geschäftsverbindung. Womit die vielbeschworene Kunden- und Bürgerorientierung wieder eindrucksvoll bewiesen wäre. Dafür meinen herzlichen Dank.

mit freundlichen Grüßen

Phileas

hier können wir nur etwas über die Presse und Bayrische Staatsregierung erreichen.
Wer kann eine Presemeldung verfassen
Wer kann einen Bericht für die Südtdeutsche Zeitung,Handelsblatt etc.schreiben?
Wer schreibt danach die Bayr.Staatsregierung an?
H.Georg Fahrenschon,H.Seehofer ?
Treffen,Termin, Argumentationen mit Wem ? Lavcadio?
Ich wohne zwar in bayern bin aber nicht der hellste :lol:
Würde aber euch begleiten wenn ihr es wollt.
Wäre schön,wenn sich einer od.mehrere der Sache annehmen könnten.
Besten Dank im Voraus
Lg.der Martin aus Hip/Roth/Nbg im Herzen Bayerns halt :D
Martin
 
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Beitragvon KoppingÄtsch » Di Feb 01, 2011 9:00 pm

....Er versicherte mir;dass seine Bank die ureigensten Interessen vertreten wird.Das heißt im Klartext von der Bayern LB haben wir nicht`s zu erwarten.Im Gegenteil wenn Sie kann wird Sie versuchen;die Dt.Kleinsparer leer ausgehen zu lassen...
... dies bestärkt mich, trotz meiner geringen Ansprüche die Kosten weiter in die Höhe zu treiben. Bild
Kleinstsparer mit Ansrüchen im Wert eines Mittagessens generieren durch das Verhalten der BayernLB ein Vielfaches an Kosten, die die Insolvenzmasse höher belasten als der Gegenstandswert. Jedes DHL-Paket, jedes erhaltene Einschreiben, jeder Verwaltungsaufwand, jede Teilnahme an einer Telefonkonferenz, jeder Widerspruch .....
für Peanutsbeträge übersteigen diese um ein Vielfaches.
Die BayernLB investiert hier knapp 10€ an Steuermitteln, die ihr bereitgestellt werden, um die Zahlung eines Bruchteils des Wertes lediglich hinaus zu zögern. (Die verursachten Kosten bei mir liegen locker im Bereich: Faktor 10!)
Es wird Zeit, das Verplempern der BayernLB von Volksvermögen sofort zu unterbinden.
Würden die Steuermittel SOFORT gestrichen wäre diese Bank schon bankrott, nur der Steuerzahler hält diese ZombiBank noch am Leben. Effizienz wird dadurch nicht gefördert, im Gegenteil... . Bild
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Beitragvon brijus » Di Feb 01, 2011 9:46 pm

@ Phileas: Na Du hast ja wenigstens eine Antwort gekriegt. Bei mir steht die noch aus, obwohl mit selbem Datum/Inhalt angeschrieben. Mal schaun was die Bayern LB dazu sagt. Wahrscheinlich hat die DKB einen Maulkorb von der Mutter, ab ob dieser Gedeih und Verderb
der Tochter wurst ist? Man muss halt dann wirklich konsequent die Geschäftsbeziehung beenden.
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Re: Bayern-LB

Beitragvon Margie » So Mär 13, 2011 1:07 pm

Verfasst am: 01 Feb 2011 19:23 von Martin
Phileas hat folgendes geschrieben:
Falls es jemanden interessiert, meine Antwort:

Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,

kann ich mich für eine solche Antwort bedanken? Ich denke, das geht gerade so noch.

Die Anfrage habe ich selber bereits ebenfalls an die BayernLB gerichtet. Es sollte also kein Problem darstellen. Allerdings gehe ich davon aus, dass die BayernLB sich aus der Affäre zieht, wir stehen in keiner Geschäftsverbindung. Womit die vielbeschworene Kunden- und Bürgerorientierung wieder eindrucksvoll bewiesen wäre. Dafür meinen herzlichen Dank.

mit freundlichen Grüßen

Phileas

hier können wir nur etwas über die Presse und Bayrische Staatsregierung erreichen.
Wer kann eine Presemeldung verfassen
Wer kann einen Bericht für die Südtdeutsche Zeitung,Handelsblatt etc.schreiben?
Wer schreibt danach die Bayr.Staatsregierung an?
H.Georg Fahrenschon,H.Seehofer ?
Treffen,Termin, Argumentationen mit Wem ? Lavcadio?
Ich wohne zwar in bayern bin aber nicht der hellste Laughing
Würde aber euch begleiten wenn ihr es wollt.
Wäre schön,wenn sich einer od.mehrere der Sache annehmen könnten.
Besten Dank im Voraus
Lg.der Martin aus Hip/Roth/Nbg im Herzen Bayerns halt Very Happy


Verfasst am: 01 Feb 2011 20:00 von KoppingÄtsch
Martin hat folgendes geschrieben:
....Er versicherte mir;dass seine Bank die ureigensten Interessen vertreten wird.Das heißt im Klartext von der Bayern LB haben wir nicht`s zu erwarten.Im Gegenteil wenn Sie kann wird Sie versuchen;die Dt.Kleinsparer leer ausgehen zu lassen...
... dies bestärkt mich, trotz meiner geringen Ansprüche die Kosten weiter in die Höhe zu treiben.
Kleinstsparer mit Ansrüchen im Wert eines Mittagessens generieren durch das Verhalten der BayernLB ein Vielfaches an Kosten, die die Insolvenzmasse höher belasten als der Gegenstandswert. Jedes DHL-Paket, jedes erhaltene Einschreiben, jeder Verwaltungsaufwand, jede Teilnahme an einer Telefonkonferenz, jeder Widerspruch .....
für Peanutsbeträge übersteigen diese um ein Vielfaches.
Die BayernLB investiert hier knapp 10€ an Steuermitteln, die ihr bereitgestellt werden, um die Zahlung eines Bruchteils des Wertes lediglich hinaus zu zögern. (Die verursachten Kosten bei mir liegen locker im Bereich: Faktor 10!)
Es wird Zeit, das Verplempern der BayernLB von Volksvermögen sofort zu unterbinden.
Würden die Steuermittel SOFORT gestrichen wäre diese Bank schon bankrott, nur der Steuerzahler hält diese ZombiBank noch am Leben. Effizienz wird dadurch nicht gefördert, im Gegenteil... .


Verfasst am: 01 Feb 2011 20:46 von brijus
@ Phileas: Na Du hast ja wenigstens eine Antwort gekriegt. Bei mir steht die noch aus, obwohl mit selbem Datum/Inhalt angeschrieben. Mal schaun was die Bayern LB dazu sagt. Wahrscheinlich hat die DKB einen Maulkorb von der Mutter, ab ob dieser Gedeih und Verderb
der Tochter wurst ist? Man muss halt dann wirklich konsequent die Geschäftsbeziehung beenden.


Verfasst am: 05 Feb 2011 19:40 von lavcadio
Eintrag vom 05.02.2011 - "BayernLB-Affäre Verdacht gegen Formel-1-Chef Ecclestone erhärtet sich" im Leitposting aktualisiert.


Verfasst am: 07 Feb 2011 17:01 von Ice-Dealer
als unbedarfter bürger würde ich auch von der bayern LB fordern, eine möglichst hohe quote zu bekommen.... und dazu sind die entsprechenden mitarbeiter wohl auch verpflichtet.. oder ?


Verfasst am: 07 Feb 2011 17:52 von KoppingÄtsch
...und dadurch bzw. damit den europäischen Gleichbehandlungsgrundsatz unter den Klein-Sparern (mit gesetzlicher Einlagensicherung) außer Kraft zu setzen?

nach dem Motto, Kosten interessieren nicht, die B-LB als Staatsbank wird ja, unabhängig wie hoch die Kosten (im Verhältnis zu den rechtmäßigen Kontenabschlüssen der dt. Sparer) vom Steuerzahler subventioniert, da kann die Bayern-LB locker ein Vielfaches an Kosten der Insolvenzmasse aufbürden?

Die Mitarbeiter wären mMn dazu verpflichtet, sinnvoll zu wirtschaften und keine Steuergelder zu verprassen, auch wenn dies von einer Landesbank vielleicht zu viel verlangt wäre.... Rolling Eyes


Verfasst am: 07 Feb 2011 19:00 von lavcadio

Die BayernLB ist seit 2008 Mitglied im sog. "Lenkungsausschuss" (ICC) der Kaupthing Bank. Diese Vereinigung der größten Gläubiger steht im engen Dialog mit dem Auflösungsausschuss der Kaupthing Bank. Dort werden die Interessen der Gläubiger vertreten und der ICC sucht sicherzustellen, dass die weitere Entwicklung (der Auflösung) diesen Interessen entspricht. Der Lenkungsausschuss hat beratende Funktion.

Die BayernLB hat Milliarden in Island 'im Feuer'. Nicht etwa mündelsichere Anlagen, wie z.B. Tagesgeld, sondern notleidende Kredite, Anleihen etc.. Die BayernLB ist also ein Gläubiger, der nicht-priorisierte Einlagen hat, und davon möglichst viel wiederhaben möchte.

Wir sind auch Gläubiger, allerdings mit priorisierten Einlagen. Ich erinnere: Wir haben bis heute keinerlei Kontoabschlussunterlagen erhalten. Diese sind durchaus vorhanden. Hätten wir diese, uns zustehenden Unterlagen erhalten, dann hätten wir zum Beispiel unsere Ansprüche nicht erst selbst ausrechnen brauchen. Und, ganz nebenbei, wären die angefallenen Zinsen auch unserem Konto gutgeschrieben worden, und damit zur Einlage geworden. Alles basierend auf den hier in Deutschland gültigen vertraglichen Vorgaben, die wir mit der Kaupthing Bank eingegangen sind.

Es war beschlossene Sache, daß wir unsere Kontoabschlussunterlagen nicht erhalten sollen. Und davon weiß auch die BayernLB.

Hier in Deutschland sollte sich eine Bank den ehrbaren Kaufmannsregeln verpflichtet fühlen, ist es doch fremdes Geld, mit dem da hantiert wird. Es wäre ein Zeichen von Würde und Ehre, wenn die BayernLB wenigstens in diesem Punkt entsprechend handeln würde.

Die BayernLB würde ihren Kunden in Deutschland kaum die Kontoauszüge verweigern. In Island hingegen profitiert die BayernLB genau davon und zeigt keine Skrupel.

So, wie sich die BayernLB (und andere Banken, wie die DZ-Bank AG) in der "Causa Kaupthing" gegenüber Kleinsparern verhalten, da sind die Hosen so weit unten, dass es anfängt zu stinken.

Verantwortung, als ethisch befrachteter Begriff, ist offensichtlich ein Fremdwort, das die BayernLB mit ihrem Gebaren uns gegenüber nicht in Einklang zu bringen vermag.


Verfasst am: 08 Feb 2011 0:33 von Fred

KoppingÄtsch hat folgendes geschrieben:
...und dadurch bzw. damit den europäischen Gleichbehandlungsgrundsatz unter den Klein-Sparern (mit gesetzlicher Einlagensicherung) außer Kraft zu setzen?

nach dem Motto, Kosten interessieren nicht, die B-LB als Staatsbank wird ja, unabhängig wie hoch die Kosten (im Verhältnis zu den rechtmäßigen Kontenabschlüssen der dt. Sparer) vom Steuerzahler subventioniert, da kann die Bayern-LB locker ein Vielfaches an Kosten der Insolvenzmasse aufbürden?

Die Mitarbeiter wären mMn dazu verpflichtet, sinnvoll zu wirtschaften und keine Steuergelder zu verprassen, auch wenn dies von einer Landesbank vielleicht zu viel verlangt wäre.... Rolling Eyes


Super formuliert!

Mit diesen Worten sollten wir massiv an die Öffentlichkeit gehen und versuchen, den ganzen Schlamassel ans Licht bringen. Dabei werden wir von Glück reden können, wenn unsere Stimme in den mainstream Medien etwas Widerhall findet. Bleibt also das Internet. Ohnehin glauben immer weniger Menschen den Massenmedien, die zu Diensten der Global Players steht.

Für mich ist es sehr lustig wenn unsere Massenmedien solche Staaten als Diktaturen kritisieren, die ihre Medien kontrollieren; Surprised dabei sind es gerade solche Staaten, die ihr Volk vor dem Lug und Trug der Globalisten zu schützen versuchen.

Jesus von Nazareth, der von dem lebendigen Gott gesandte Bote, hat es kurz aber trefflich formuliert: "Die Liebe zum Geld ist die Wurzel allen Übels."


Verfasst am: 08 Feb 2011 2:01 Titel: Landesbanken von UlliZ

Landesbanken, denen das Geschäftsmodell abhandenkam und die deshalb in Österreich, bei der Formel 1 oder in Island ihr Glück suchten und auf die Nase fielen, sind keine Institution, bei der 'Ehrlichkeit' oder gar 'Anstand' irgendeine Rolle spielen. Es geht ausschließlich darum, hier zum eigenen Vorteil (der Vorstände und Manager) möglichst viel Geld in die eigenen Taschen, Stiftungen, Immobilien und sonstwohin zu lenken, im Notfall stets auf Steuergelder zurückgreifen zu können und ansonsten den eigene Vorteil maximal zu sichern.
Daß die BayernLB in Island versuchen wird, wo möglich an anderen Gläubigern vorbei Aussonderungsrechte etc. geltend zu machen, ist klar. Daß sie überhaupt kein Interesse an der Bedienung von vorrangigen Ansprüchen gegen die Bank hat auch, es sei denn sie hätte selbst welche, was nicht der Fall ist. Rolling Eyes
Dumm nur, daß Gläubigerausschüsse (auch hierzulande) bei Banken stets nach Größe der Forderungen besetzt werden. Und wer sind die größten Gläubiger einer Bank? Im Regelfall andere Banken. Insofern sitzen in den Gläubigerausschüssen bei Bankpleiten stets die Anwälte bzw. Berater der anderen großen Banken.
Klingt inzestuös und ist es auch Evil or Very Mad


Verfasst am: 08 Feb 2011 20:21 von heimo

Leute, es hilft alles Jammern nix:

Neben der Hoffnung auf die Unabhängigkeit und Integrität der Isländischen Gerichte [man darf ja noch hoffen...] bleibt unsereins nur, es den Banken heimzuzahlen und uns unseren Anteil durch das Abgreifen von möglichst vielen Neukunden- und KwK-Prämien wiederzuholen.

Vielleicht sehen wir irgendwann auch wieder mal unser Kaupthing-Edge-Zinsen wieder, aber was wir bis dahin an Mühen und Energie verwendet haben werden wird im Vergleich zum bis dahin durch Inflation entwerteten Betrag grotesk hoch sein.

Die Isländer sitzen unerreichbar auf ihrer Insel im Atlantik und die hiesigen Bankster, v.a. BayernLB, werden [noch?] durch das Establishment geschützt - letzteres ändert sich vielleicht im Falle eines Zusammenbruchs der Währungsunion mit Währungsreform&HairCut, wenn die ungezügelte Wut der Bürger über die Vernichtung ihrer Spareinlagen ihren Lauf nimmt.

Aber bleiben wir realistisch im hier und jetzt - man kann den Banken durch Prämienabgreifen einiges "Wiederabnehmen" Twisted Evil , mehr kann man außer Warten nicht tun Sad


BeitragVerfasst am: 10 Feb 2011 19:46 von lavcadio


BayernLB: CSU-Politiker unter Druck
Fahrlässig gehandelt, Sorgfaltspflicht verletzt

Ausgerechnet ein CSU-Mann kritisiert im Abschlussbericht des BayernLB-Ausschusses seine Parteikollegen. Eng wird es vor allem für Ex-Finanzminister Faltlhauser.

Es ist ein CSU-Mann, der das über seine Parteifreunde sagt. "Deren Verhalten war nicht frei von Fehlern", sagt Thomas Kreuzer. Klingt gar nicht schlimm. Aber dahinter verbirgt sich Bemerkenswertes. Der CSU-Landtagsabgeordnete war mal Richter, nun hat er als Vorsitzender eines Untersuchungsausschusses ein Jahr lang ermittelt, ob die CSU-Politiker im Verwaltungsrat der bayerischen Landesbank ihren Job ordentlich gemacht haben. - Das haben sie nicht. [...]

Quelle und mehr: http://www.sueddeutsche.de/bayern/bayer ... -1.1058411



Verfasst am: 10 Feb 2011 20:02 Titel: Bayern-LB von emwe
Hallo heimo,
das sehe ich ganz anders:
als Wähler "seinen" Bundestagsabgeordneten (usw) die Frage stellen warum Kleinsparer durch Hand in Hand arbeitende Banken und Politik bestohlen und betrogen werden können und dann noch als Zahlmeister für eine Landesbankenferne Handlungsweise erneut in die Pflicht genommen werden.
Ich mag zwar keine Rebellion, aber ein Hinweis auf Fakten, die existierende Korruption sowie die Reaktion in Ägypten auf Volksrepressalien, als eine mögliche Antwort, das lässt auch dickfellige Politiker hellhörig werden.
Werden Politiker aber nicht informiert dann werden sie auch offiziell nichts wissen - also auch nichts bewegen.


Verfasst am: 10 Feb 2011 23:39 von Martin

Es gibt keinen Persilschein für CSU Politiker in Bayern.
Die Ära FJS ist schon lange Vergangenheit.
Glaubt mir;auch CSU Politiker in Bayern werden zur Rechenschaft gezogen;obwohl Sie selbst Geld in Island bei KE angelegt haben.
Die Köpfe rauchen bei der Bayern LB & der Bay.Staatsregierung.


Verfasst am: 11 Feb 2011 7:52 von Ice-Dealer
das will ich sehen!


Verfasst am: 11 Feb 2011 8:40 Titel: Bayern-LB von emwe
Hallo Martin,
die Antwort aus der Bayerischen Staatsregierung (im Auftrag des Ministerpräsidenten Seehofer) sagt doch nichts anderes, als die Bayerische Landesbank gegen die Kaupthing Sparer zu Recht opponiert.
Nun will ich keineswegs unterstellen, dass "gewöhnliche Abgeordnete/Politiker" über "Machenschaften" der Spitze Bescheid wissen, sie müssen/sollten aber darüber informiert werden!!!
FJS-Ära Hin oder Her.


BeitragVerfasst am: 11 Feb 2011 9:49 von Martin

Der horst kommt am 16.02.2011 nach 91154 Roth in die Kulturfabrik.
Da kann er was erleben Very Happy


Verfasst am: 12 Feb 2011 6:57 von lavcadio

Dann frag' doch Horst mal für wie blöd er uns Bürger eigentlich hält?
Weshalb trabt die Politik der Finanzwirtschaft eigentlich immer hinterher?
Nix gelernt aus der Krise?

Ich habe den Leitbeitrag um folgenden Punkt erweitert:

* 11.02.2011 - Geheimtreffen auf höchster Ebene
Es ging korrekt zu - angeblich: Vor dem Bericht zur BayernLB sollen Regierungschef Seehofer und Wirtschaftsminister Zeil mit Parteifreunden getagt haben.
[...] "Die bayerische Regierung hat sich in keine einzige Formulierung eingemischt", sagte Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer vor Journalisten über die Arbeit des Untersuchungsausschusses im Landtag. [...] Doch jetzt gibt es Zweifel an dieser Darstellung. Nach Angaben aus Regierungskreisen soll sich Seehofer am Samstag vergangener Woche in München mit weiteren führenden Vertretern der Koalition getroffen und über das Thema Landesbank gesprochen haben - als der Abschlussbericht des Landtags noch nicht fertig war. [...] Auch eine Anfrage bei CSU-Fraktionschef Schmid blieb ohne Ergebnis. Die CSU-Fraktion äußerte sich ebenfalls nicht. Der FDP-Abgeordnete Klein wollte die Teilnahme an dem Treffen weder bestätigen noch dementieren. "Wir haben immer wieder Treffen zwischen CSU und FDP, es gibt in einer Koalition viele Dinge abzusprechen." Klein betonte, "ausschließlich mit Thomas Kreuzer über den Untersuchungsausschussbericht" beraten zu haben. Gleichlautend äußerte sich FDP-Fraktionschef Thomas Hacker: Es habe in dieser Zusammensetzung kein Treffen zum Thema Landesbank gegeben. Ob sich die Politiker überhaupt trafen, ließ er unbeantwortet.
Quelle und mehr: http://www.sueddeutsche.de/bayern/bayer ... -1.1059079


Verfasst am: 12 Feb 2011 14:48 von Martin

lavcadio hat folgendes geschrieben:
Dann frag' doch Horst mal für wie blöd er uns Bürger eigentlich hält?
Weshalb trabt die Politik der Finanzwirtschaft eigentlich immer hinterher?
Nix gelernt aus der Krise?


Ne,die haben daraus nix gelernt;treffen sich immer noch heimlich im stillen Kämmerlein um ihr Ding ohne uns durchzuziehen.Der Deutsche Kleinsparer zählt nichts.Erst einmal müßen die eigenen Schäflein ins trockene gebracht werden.Und wenn die Bilanz wieder stimmt;dann verkaufen wir die Bayern LB.
An die Wähler wird momentan nicht gedacht.In der Hoffnung,dass bis zur nächsten Wahl wieder alles vergessen ist.Obwohl bereits abgestraft wieder nix dazugelernt.Es fehlen auch die richtigen und vernünftigen alternativen.Solange sich der Bürger nicht stärker wehrt wird dies auch so bleiben.Wir sind halt zu bequem und uns geht es halt noch zu gut.
Ein Gruß an unsere Politiker von einem zukünftigen Wähler:

Fuckfinger 173537_1719244947_589218_n (2).jpg
Beschreibung:
So kann es gehen :-)
Dateigröße: 9.06 KB
Angeschaut: 384 mal

So kann es gehen :-)


Verfasst am: 14 Feb 2011 18:28 von hal9k

A bisserl haben sie gelernt: Die Satzung wurde so gestaltet, dass Verwaltungsräte erst dann belangt werden können, wenn sie grob fahrlässig gehandelt haben.

Genau dieses konnte der UA aber nicht nachweisen, nur fahrlässiges Verhalten.

Alle sind fein raus und lachen sich eines in's Fäustchen und freuen sich schon auf das nächste Kaffeekränzchen mit Scheckausgabe.... ähm.... hust... ich meine die nächste Verwaltungsratssitzung...



Verfasst am: 17 Feb 2011 10:11 Titel: Bayern-LB von emwe
Hallo,
@ Martin schrieb:
Der horst kommt am 16.02.2011 nach 91154 Roth in die Kulturfabrik.
Da kann er was erleben.

Hat er was erlebt? Shocked



Verfasst am: 17 Feb 2011 10:24 Titel: Re: Bayern-LB von Martin
emwe hat folgendes geschrieben:
Hallo,
@ Martin schrieb:
Der horst kommt am 16.02.2011 nach 91154 Roth in die Kulturfabrik.
Da kann er was erleben.

Hat er was erlebt? Shocked


weiß net ? ich konnte nicht Embarassed
Der hat momentan andere probleme er versucht H.von Gutenberg ans Bein zu pinkeln.Gute Politiker muss man klein halten,damit Sie nicht übermütig werden und am Stuhl sägen.Ich finde das traurig und bin zu tiefst entäuscht über unseren Bay.Vater mit unehelichem Kind in Berlin.
lg.Martin



Verfasst am: 17 Feb 2011 12:21 von hal9k

Du hast doch ehrlich nicht erwartet, dass der Zweck von Politik darin bestünde, die Probleme unseres Landes zu lösen? Shocked



Verfasst am: 17 Feb 2011 12:41 von Martin

doch
unter unserem Günther Beckstein schon.warum musste er eigentlich gehen? Intrigen in der Politik und Machtbessenheit hat es schon immer gegeben und wird es weiterhin geben.da muß jeder für sich sein Fazit ziehen.
Gott sei Dank ist es auf kommunaler Ebene noch nicht so schlimm,aber wenn dem nicht bald Einhalt geboten wird,dann gnade Gott.Wo soll das noch hinführen? Jeder denkt nur noch an sich;als ehrenamtlicher wirst du noch bestraft und hast hohe Kosten.
Und die Sesselpfurzer scheissen sich etwas um uns Embarassed
Sorry um die derbe Aussprache aber irgendwo muss man(n) sich ja abreagieren.
Darum konnte ich auch gestern nicht.
Nicht das ich die Beherschung verloren hätte und ich will mein Gesicht noch nicht verlieren.
Wegen denen nicht.
Lg.auf Harmonie bedachter Martin



BeitragVerfasst am: 17 Feb 2011 12:46 Titel: Bayern-LB von emwe

Hallo hal9k,
falls ich gemeint war;
doch ich glaube und erwarte auch heute noch, dass die Politik sich um die Belange der Bürger kümmert.
Gemessen am tatsächlichen Ergebnis habe ich aber keine Probleme Politiker als "Strafunmündige" also noch schlimmer als Verbrecher zu bezeichnen. Bis auf ein "Zucken" habe ich nach Belegen durch Fakten nie Nachteiliges erfahren. Auch das spricht Bände.
Gut; man mag mich für einen "Gutgläubigen" halten, aber wäre die Art der Politiker meine Eigene würde ich psychisch daran zerbrechen.
Ich bin eben nicht nicht willens (und auch so nicht erzogen worden) den Nächsten auszuplündern um den eigenen Nutzen zu mehren. Ich habe immer eine Leistung eingesetzt für den Erhalt von Geld.



Verfasst am: 17 Feb 2011 22:31 von hal9k

Ich hatte Martin gemeint, weil er erkannt hat, dass ein Politiker am Stuhl eines anderen sägt. Und er tut es, weil es in der Politik ausschließlich um Macht, Macherlangung, Machterhalt und er damit verbundenen Befriedigung des eigenen Egos, alternativ der Erfüllung eines politischen Dogmas geht.

Um's eigentliche Problem - besser um die Lösung des eigentlichen Problems - geht es schon lange nicht mehr.



Verfasst am: 17 Feb 2011 23:02 von Martin

Danke ich hatte das schon begriffen und verstanden Very Happy
Es tut nur besonders weh;wenn es in der eigenen Partei und hinterm Rücken des anderen passiert.Und sich dann in der öffentlichkeit hinstellt und seinen Parteikollegen verteidigt. Embarassed So was von falsch bin nur noch entäuscht.



Verfasst am: 19 Feb 2011 12:09 von Phileas
hal9k hat folgendes geschrieben:
Ich hatte Martin gemeint, weil er erkannt hat, dass ein Politiker am Stuhl eines anderen sägt. Und er tut es, weil es in der Politik ausschließlich um Macht, Macherlangung, Machterhalt und er damit verbundenen Befriedigung des eigenen Egos, alternativ der Erfüllung eines politischen Dogmas geht.


Hm, ich habe damit ein Problem, wenn genau das ein Problem sein soll. Warum soll ich eine Partei oder einen Politiker wählen, wenn er *nicht* zur Macht strebt? Ich wähle ihn ja, damit er meine Vorstellungen und Wünsche umsetzt. Wenn er nicht zur Macht strebt, kann er meine Vorstellungen und Wünsche nicht umsetzen. Was soll ich einer Partei oder Politiker meine Stimme, meine Hoffnung, dass er etwas macht geben, wenn er sagt "ich will es so wie so nicht durchsetzen, weil ich keine macht haben will"?



Verfasst am: 19 Feb 2011 13:22 Titel: Bayern-LB von emwe

Hallo Phileas,
das wäre zutreffend wenn "der Nutzen des GANZEN deutschen Volkes" gemehrt würde.



Verfasst am: 19 Feb 2011 22:42 von hal9k

Ojeh, Phileas....



Verfasst am: 23 Feb 2011 23:06 von lavcadio

BayernLB steigt aus dem Verfahren aus. Weitere Information zu dem Rückzieher hier:
k.o.pthing hat folgendes geschrieben:
Wie uns von unseren Anwälten berichtet wird, hat sich das um die BayernLB versammelte Konsortium von Großgläubigern nach dem Antrag unserer Anwälte, die Fremdobjecter aus dem Verfahren auszuschließen, aus dem Verfahren zurückgezogen und ist in der Folge zur Zahlung einer nicht unerheblichen Kostennote unseres Anwaltes verpflichtet worden.

Inwieweit hierfür lediglich die "offiziell" angegebenen Gründe (das, was sie an Einspruchsgründen einbringen wollten, würde schon in einem anderen Verfahren geklärt) alleine ausschlaggebend waren, oder ob hier nicht auch der diesseitig erzeugte Nachfragedruck bei BayernLb und Bayerischer Landesregierung vieler unserer Mitstreiter eine Rolle gespielt haben, wird uns aber sicherlich nicht mitgeteilt...

Da sich jedoch ein weiteres Konsortium von Großgläubigern unter der Führung von Arrowgrass Ltd. nicht ohne Urteil aus dem Verfahren verabschieden möchte, gibt es nun eine weitere, nicht unerhebliche Verzögerung des Verfahrens. Zunächst muss über diesen Antrag verhandelt und entschieden werden (Verfahrensfrage), bevor es dann vermutlich jetzt erst Ende September/Anfang Oktober in der Hauptsache weitergehen kann.

Der auf der Creditors Website der Kaupthing unverändert angegebene Termin für die erstinstanzliche Entscheidung bis Mitte des Jahres ist in jedem Falle genauso überholt, wie die Liste der Claims mit Objections für die die Musterfälle gelten (s. dazu Arrow hier )

QUELLE: http://kaupthingedge.foren-city.de/topi ... ieher.html
Margie
 
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Re: Bayern-LB

Beitragvon VolkerM » Mi Mär 16, 2011 1:38 am

Erst versagt, nun verklagt
Badische Zeitung


Die Wut der BayernLB 15.03.2011, 12:43

Die BayernLB hat mit ihrem Engagement bei der Hypo Alpe Adria in Österreich horrende Verluste gemacht. Jetzt fordert sie Schadenersatz - und zwar von den früheren Topleuten im Verwaltungsrat.

Die BayernLB fordert nach dem Milliardendesaster mit der Hypo Alpe Adria in Österreich Schadenersatz von den einstigen Spitzen des Verwaltungsrats, Ex-Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) und Ex-Sparkassenpräsident Siegfried Naser.

Der Vorstand sei zu der Überzeugung gekommen, dass sie ihre Überwachungspflichten in grob fahrlässiger Weise verletzt hätten, teilte die Bank mit. Eine eventuelle Klage habe daher Erfolgsaussichten.

Zusätzliche Sitzung erforderlich
Der Kauf der HGAA im Jahr 2007 hatte der BayernLB horrende Verluste eingebrockt und die Steuerzahler mit 3,7 Milliarden Euro belastet. Notgedrungen musste die BayernLB die Tochter Ende 2009 an Österreich zurückgeben. Aus Sicht des BayernLB-Vorstandes hätte die damalige Spitze des Verwaltungsrats vor dem Kauf nochmals eine Sitzung des Kontrollgremiums einberufen müssen.

Angesichts der Größe und Bedeutung des Kaufs sowie der ungeklärten Risiken wäre diese zwingend erforderlich gewesen, hieß es.

Einfachen Verwaltungsräten wie dem früheren Innenminister Günther Beckstein hatte der Vorstand der Bank Ende 2010 nur einfache Fahrlässigkeit unterstellt. Die Unterscheidung ist im Fall der BayernLB von großer Bedeutung, weil laut Satzung nur grobe Fahrlässigkeit eine Grundlage für Zivilklagen sein kann.

Bei der Entscheidung des BayernLB-Vorstands geht es - so hieß es zumindest vor wenigen Tagen - dem Vernehmen nach erstmal nicht um eine Klage. Stattdessen will der Vorstand die beiden früheren Chefs des Verwaltungsrats wohl persönlich in Regress nehmen - so wie auch der Siemens-Konzern nach der Korruptionsaffäre Geld von seinem früheren Vorstandschef Heinrich von Pierer verlangt hatte.
Süddeutsche Zeitung
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Re: Bayern-LB

Beitragvon Margie » Sa Apr 30, 2011 11:21 am

Neues von der BayernLB :twisted:

Das steht heute in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/geld/bayernlb-die-anklage-bank-1.1091149

BayernLB Die Anklage-Bank

30.04.2011, 08:45 2011-04-30 08:45:34


Von Klaus Ott

Wann gibt es das schon einmal, dass der komplette ehemalige Vorstand einer großen Bank angeklagt wird? Doch genau dies blüht den Ex-Vorständen der BayernLB - wegen des dubiosen Kaufs des kärtnerischen Institutes Hypo Alpe Adria.

Es wird vermutlich einer der spektakulärsten Bankenprozesse in Deutschland werden. Prominente Angeklagte werden im Gerichtssaal Platz nehmen, und noch viel prominentere Zeugen. Wann gibt es das schon einmal, dass der komplette ehemalige Vorstand einer großen Bank angeklagt wird, zumal der Vorstand einer öffentlichen Bank, die dem Staat und Sparkassen gehört?
BayernLB übernimmt Hypo Alpe Adria Bild vergrößern

Stolz setzten sie 2007 ihre Unterschrift unter einen Vertrag, der viel Ärger und Verluste bereitet hat: BayernLB-Chef Werner Schmidt (li.) besiegelte mit Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider den Kauf der Hypo Alpe Adria Group. Haider lebt nicht mehr, und Schmidt muss wohl wegen des Deals vor Gericht. (© picture-alliance/ dpa)

Genau das soll passieren: Die Münchner Staatsanwaltschaft will nach Informationen der Süddeutschen Zeitung den gesamten ehemaligen Vorstand der BayernLB vor Gericht bringen - wegen des Kaufs der österreichischen Hypo Alpe Adria Group im Jahr 2007. Die Anklage wegen Veruntreuung von Bankvermögen werde derzeit vorbereitet und solle in den nächsten Wochen vorliegen, heißt es in Justizkreisen.

Mit Prozessbeginn beim Münchner Landgericht ist frühestens im Herbst zu rechnen, das Verfahren könnte bis zu einem Jahr dauern. Die Staatsanwaltschaft will sich während der laufenden Ermittlungen nicht dazu äußern.


Es geht um ein kaufmännisches Desaster: Bayerns Landesbank hat bei der in Kärnten ansässigen Hypo Alpe Adria immerhin 3,7 Milliarden Euro verloren. Das Institut hatte sich schon mit dem Kauf von Kreditpaketen im US-Immobilienmarkt verhoben, doch dieser Flop wurde noch übertroffen durch den Kärnten-Deal.

Dafür sollen nun bis zu acht Spitzenmanager büßen. Allen voran der frühere Landesbank-Chef Werner Schmidt, der den Hypo-Kauf vorangetrieben hatte, in Absprache mit der damaligen Regierung von Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU). Das Debakel, das zu Lasten der Steuerzahler ging, hat die CSU zwischenzeitlich viel Kredit bei den Wählern gekostet. Stoiber und andere damals führende CSU-Politiker wie Erwin Huber und Günther Beckstein sollen als Zeugen aussagen. Sie kennen Interna aus ihrer Zeit als Verwaltungsräte, also als Kontrolleure der BayernLB.
Haider kann nicht mehr befragt werden

Ein anderer Spitzenpolitiker, der den Deal mit eingefädelt und für dubiose Nebengeschäfte genutzt hatte, kann nicht mehr befragt werden: Kärntens früherer Landeshauptmann Jörg Haider kam 2008 bei einem Autounfall ums Leben.

Der Rechtspopulist hatte die Hypo Alpe Adria, die als skandalträchtige Haider-Bank galt, wiederholt für Wohltaten im eigenen Land benutzt. Außerdem war es dem Rechtsaußen-Politiker gelungen, im Zuge des Hypo-Deals von der BayernLB zusätzlich einige Millionen Euro für den Profi-Fußball in Kärntens Hauptstadt Klagenfurt herauszuschlagen.

Die Münchner Staatsanwaltschaft will den früheren Landesbank-Chef Schmidt und eventuell weitere Beschuldigte deshalb auch wegen Bestechung von Haider als ausländischem Amtsträger anklagen. Der Hauptvorwurf lautet indes, Schmidt und dessen Vorstandskollegen hätten bei der Übernahme der Hypo Alpe Adria vorsätzlich Schaden für die eigene Bank in Kauf genommen und somit Untreue begangen. Vor Gericht gestellt werden soll deshalb neben Schmidt unter anderem auch dessen Nachfolger im Amt des Vorstandschef, Michael Kemmer.

Kemmer ist mittlerweile als Geschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken tätig und somit einer der Cheflobbyisten des Finanzgewerbes bei der Politik. Ob er seinen Job während des Prozesses weiter ausüben kann, bleibt abzuwarten.

Ein weiterer Beschuldigter, der frühere Risiko-Vorstand Gerhard Gribkowsky, sitzt in Untersuchungshaft - nicht wegen des Hypo-Debakels, sondern weil er während seiner Amtszeit im BayernLB-Vorstand heimlich fast 50 Millionen Dollar von Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kassiert hatte, im Anschluss an den Verkauf der Landesbank-Anteile an der Rennserie. Die Staatsanwaltschaft mutmaßt Korruption, Veruntreuung von Bankvermögen bei Formel-1-Geschäften sowie Steuerhinterziehung.

Gribkowsky streitet das ab und behauptet, bei den Dollar-Millionen habe es sich um legale Beraterhonorare von Ecclestone gehandelt. Das wiederum stellt der Formel-1-Chef in Abrede. Ecclestone hat bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt, er sei von Gribkowsky erpresst worden. Auch in diesem Fall muss der Banker mit einer Anklage rechnen, nicht nur in der Causa Hypo Alpe Adria. Ihm droht nach Angaben aus Justizkreisen schon wegen der Dollar-Millionen aus der Formel 1 eine mehrjährige Haftstrafe.

In der Causa Hypo sollen auch die einstigen Vizechefs der Landesbank angeklagt werden: Rudolf Hanisch, der einst Leiter von Stoibers Staatskanzlei war, und der aus dem Sparkassenlager stammende Theo Harnischmacher. Auch die drei übrigen damaligen Vorstandsmitglieder Stefan Ropers, Dieter Burgmer und Ralph Schmidt sollen offenbar vor Gericht. Der Grund: Der gesamte Vorstand hatte den Hypo-Kauf beschlossen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit fast zwei Jahren. Sie hatte zuletzt noch ein von der BayernLB bei der Anwaltskanzlei und Wirtschaftsprüferfirma Oppenhoff & Rädler in Auftrag gegebenes Gutachten abgewartet. Der Prüfreport liegt jetzt vor. Ergebnis: Die Landesbank habe die Hypo zu einem um mehr als 500 Millionen Euro überhöhten Preis erworben.
Verzicht auf jegliche Garantien und Dienstleistungen

Das ist offenbar der Schaden, den die Staatsanwaltschaft geltend machen will. Dem Ex-Vorstand wird im Gutachten auch angelastet, im Kaufvertrag für die Hypo auf jegliche Garantien und Sicherheiten zugunsten der BayernLB verzichtet zu haben. Im Kreise der Beschuldigten und ihrer Anwälte ist man zuversichtlich, bei Gericht Freisprüche zu erwirken. Der Vorwurf, Schmidt und seine Kollegen hätten vorsätzlich Schäden in Kauf genommen, sei absurd. Die Anklage werde den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes für ein Untreue-Urteil nicht standhalten.

Das höchste Gericht hatte im August 2010 entschieden, der Untreue-Paragraf müsse zurückhaltender angewendet werden, ein ganz konkreter Schaden müsse vorliegen. In einem Prozess in Berlin um riskante Immobiliengeschäfte dortiger Banken war daraufhin der CDU-Politiker Klaus-Rüdiger Landowsky freigesprochen worden. In München gibt es erste Hinweise der Justiz, der Hypo-Kaufpreis sei wirtschaftlich vertretbar gewesen, der alte BayernLB-Vorstand habe rechtmäßig gehandelt. Diese Bedenken hat das Landgericht gegen einen Antrag der Landesbank geäußert, das heimliche Dollar-Vermögen von Ex-Vorstand Gribkowsky als Ausgleich für die Hypo-Schäden zu arrestieren. Am Dienstag will das Gericht seine Entscheidung verkünden.
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Re: Bayern-LB

Beitragvon emwe » Sa Apr 30, 2011 1:11 pm

Hallo,
bei nahezu allen (auch) Landesbanken steht das Entgelt der Manager in keiner Relation zu deren Fähigkeiten.
Wie wär's wenn oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze eine persönliche Haftung für das eigene Tun gesetzlich vorgeschrieben würde?! :mrgreen:
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Re: Bayern-LB

Beitragvon VolkerM » So Okt 20, 2013 10:39 am

Gier und dunkle Machenschaften
Ermittler: Hypo Alpe Adria ist beispielloser Krimi
Wien - "Der größte Kriminalfall Europas nach dem Zweiten Weltkrieg": Das Milliardengrab Hypo Alpe Adria lässt die Ermittler immer wieder den Kopf schütteln. Sie stoßen auf Gier ohne Ende und dunkle Machenschaften.

Der Fall der Hypo Alpe Adria ist nach den Worten des internen Ermittlers Christian Böhler „der größte Kriminalfall Europas nach dem Zweiten Weltkrieg“. Ermittlungen in dieser Dimension habe es bisher nicht gegeben. „Wir haben mit unseren 15 Mitarbeitern allein 6,5 Millionen elektronischer Dokumente zu sichten“, sagte Böhler der Wiener Tageszeitung „Der Standard“ (Samstag). Die Banker der Hypo Alpe Adria (HGAA) hätten in Südosteuropa oft mit Schwerstkriminellen, Geheimdienstlern, Militärs und hochrangigen, bestechlichen Politikern kooperiert. „Kleine Provinzbanker, die sich mit solchen Leuten ins Bett legen, müssen mit Problemen rechnen“, sagte der Chefermittler dem Blatt.

Die kriselnde HGAA hatte sich mit Geschäften auf dem Balkan völlig verspekuliert. Die BayernLB hatte die Hypo 2007 gekauft und nach Milliardenverlusten 2009 an Österreich zurückgegeben, wo sie notverstaatlicht wurde. Dem österreichischen Steuerzahler drohen mehrere Milliarden Euro an weiteren Rettungsgeldern.
Handvoll Bankmanager hat systematisch Geld aus der Bank gezogen

Laut Böhler sollen frühere Chefs der HGAA Geld abgezweigt und sich so persönlich an der ehemaligen BayernLB-Tochter bereichert haben. Zwei ehemalige Vorstandsmitglieder seien angezeigt worden, sagte Böhler, ohne Namen zu nennen. Weitere Anzeigen könnten folgen.

Nach dem Jugoslawien-Krieg expandierte die ehemalige Kärntner Landesbank aggressiv am Balkan. Das dort investierte Geld sei in fragwürdigen Projekten und Schmiergeldern verschwunden. Es konnte jedoch nachverfolgt werden, sagte Böhler: „In den meisten Fällen hat sich nach unseren Recherchen eine Handvoll Bankmanager etlicher Strohmänner auf der Kundenseite bedient und mit deren Hilfe systematisch Geld aus der Bank gezogen.“ Zum Beispiel habe ein Banker Geld der HGAA über ein Kundenkonto in Liechtenstein reingewaschen und sich damit bereichert oder es für Bestechungen genutzt.

Viele Geschäfte hätten jeder Vernunft entbehrt, sagte Böhler weiter. „Es ging darum, Geld zu machen, den Umsatz zu steigern und Boni zu kassieren. An Nachhaltigkeit hat niemand gedacht.“ Die Hypo in Liechtenstein habe im System eine Schlüsselrolle gespielt. Dort hätten die Ermittler rund 1700 Namen und Konten gecheckt, davon könnten möglicherweise 300 Konten mit kriminellen Vortaten zusammenpassen. „Da werden wir 30 bis 50 Sachverhalte anzeigen“, sagte Böhler weiter. „Liechtenstein war eine Waschmaschine für Schwarzgeld und eine Einrichtung, um Zahlungsflüsse zu verschleiern.“

Die Recherchen der Ermittler dürften noch zwei, drei Jahre dauern. „Pfeif-mir-nichts-Kapitalismus plus Gier plus kriminelle Energie: Das war die Hypo“, sagte Böhler.

Hessische/Niedersächsische Allgemeine
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