Bayern-LB

Fragen und Diskussionen zu sonstigen Banken / Anlagen.

Bayern-LB

Beitragvon lavcadio » Mo Jan 03, 2011 8:56 pm

  • 12.02.2008 - Bayerns Finanzminister Erwin Huber (CSU) bezeichnet Berichte über Milliarden-Belastungen im Landtag als reine Spekulation und erklärt, es lägen noch keine belastbaren Zahlen vor
  • 13.02.2008 - Die BayernLB beziffert die Belastungen auf 1,9 Milliarden Euro. Die Landtagsopposition aus SPD und Grünen bezichtigt Huber wegen seiner Äußerungen vom Vortag der Lüge. „Focus Online“ zitiert dazu im Februar: „’Seit Wochen wird das Parlament im Grunde genommen angelogen durch den bayerischen Finanzminister’, sagte SPD-Fraktionschef Franz Maget.“
  • 15.02.2008 - Auch BayernLB-Chef Werner Schmidt gerät wegen der plötzlichen Bekanntgabe der Belastungen unter Druck. Der Sparkassenverband wirft ihm eine „Kommunikationspanne“ vor.
    http://www.wiwo.de/finanzen/salamitaktik-bei-der-bayerischen-landesbank-375042/
    http://www.sueddeutsche.de/geld/bayernlb-schmidt-geht-huber-in-der-bredouille-1.280896
  • 07.05.2008 - Staatsregierung verheimlichte Bank-Krise
    Die bayerische CSU-Regierung kannte weit früher als bisher eingestanden die hohen Risiken der Bayerischen Landesbank. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wussten Ex-Finanzminister Faltlhauser und andere Kontrolleure bereits im August 2007 von hohen Ausfällen. Brisante Unterlagen sollten vernichtet werden.
    Die Information über die drohenden Millionenausfälle wurde auf der Sondersitzung des BayernLB-Verwaltungsrates für streng vertraulich erklärt.
    Der Freistaat und die Sparkassen müssen als Eigentümer der Bank für 4,8 Milliarden Euro haften. Erst im Februar 2008 hatte der Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber auf Druck der Landtagsopposition und der Öffentlichkeit Belastungen in Milliardenhöhe zugegeben. [...] Bayerns Regierung war jedoch nach SZ-Informationen schon ein halbes Jahr zuvor vom Vorstand der Landesbank alarmiert worden. [...] Der damalige Finanzminister Kurt Faltlhauser veranlasste eine Sondersitzung des Verwaltungsrats, der die Landesbank kontrolliert. Dem Verwaltungsrat gehörten damals neben Faltlhauser auch der heutige Ministerpräsident Günther Beckstein und Georg Schmid an, der inzwischen Fraktionschef der CSU im Landtag ist. Für das Treffen am 29. August erhielten die Verwaltungsräte schriftliche Informationen über die drohenden Ausfälle. Bei der Sitzung teilte der Bankvorstand dann laut Niederschrift mit, der Tiefpunkt dürfte noch nicht erreicht sein.
    "Stillschweigen zum Schutz der Bank"
    Der Verwaltungsrat verständigte sich laut Sitzungsprotokoll darauf, dass die verteilten Unterlagen über mögliche Zahlungsausfälle "wieder eingesammelt und vernichtet werden". [...] Im Protokoll ist weiter vermerkt, dass der Verwaltungsrat entschied, alle Informationen zu diesem heiklen Thema "streng vertraulich zu behandeln". Faltlhauser erklärte der SZ dazu am Mittwoch, "wir haben uns entschlossen, zum Schutz der Bank Stillschweigen zu bewahren".
    Es habe sich um "völlig ungesicherte Zahlen" gehandelt. Der Verwaltungsrat habe vermeiden wollen, mit diesen Zahlen Spekulationen über die Bank anzuheizen. "Dass die Unterlagen wieder eingesammelt wurden, war in der damaligen Situation kein ungewöhnlicher Vorgang," sagte Faltlhauser. Von Vertuschung könne keine Rede sein.
    http://www.sueddeutsche.de/geld/bayernlbcsu-staatsregierung-verheimlichte-bank-krise-1.205062
  • 21.10.2008 - BayernLB verschweigt Milliardengrab in Island
    Für die Bayerische Landebank kommt es immer dicker: Nach Informationen der AZ haben die Bayern-Banker 1,7 Milliarden Euro beim Tanz auf dem Geysir verbrannt - und das auch noch verschwiegen.
    Mit dieser Summe hat sich die halbstaatliche Bank auf Island engagiert. Das dortige Bankensystem ist zusammengebrochen. Dem Vulkaninselstaat droht die Staatspleite. Doch der CSU und FDP haben das BayernLB-Chef Michael Kemmer und Sparkassenpräsident Siegfried Naser bei den Koalitionsverhandlungen am Samstag lieber verschwiegen.
    http://www.abendzeitung.de/politik/wirtschaft/61320
  • 03.12.2008 - BayernLB vereinbart 15 Milliarden Euro Garantierahmen mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin)
    Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zur Lage der BayernLB am 3. Dezember 2008 im Landtag
    http://www.bayern.de/Regierungserklaerungen-.1290.10021787/index.htm
  • 12.03.2010 - Landtag will Schadenersatzansprüche bei BayernLB prüfen lassenDer Landtag nimmt die marode BayernLB immer schärfer ins Visier. Die parlamentarische Kontrollkommission wird nach dem Milliardendebakel der Staatsbank voraussichtlich Schadenersatzansprüche gegen Manager und Verwaltungsratsmitglieder prüfen lassen. Das fordern Freie Wähler und FDP, Kommissionschef Ernst Weidenbusch (CSU) hat Zustimmung signalisiert. Unabhängige Rechtsanwälte sollten ein Gutachten zur möglichen persönlichen Haftung der Banker und ihrer Kontrolleure erstellen, sagte am Donnerstag Bernhard Pohl, Vizefraktionschef der Freien Wähler. Endgültig entschieden wurde am Donnerstag in der Kommission aber noch nicht - weil noch nicht klar ist, wer Gutachter werden soll.
    Die Forderung ist politisch brisant, weil im Verwaltungsrat der Bank mehrere prominente CSU-Politiker saßen - darunter die früheren Finanzminister Kurt Faltlhauser und Erwin Huber sowie Ex- Innenminister und Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein. «Es geht darum, dass die Frage der Haftung sämtlicher Verantwortlichen der BayernLB im Vorstand und Verwaltungsrat geklärt wird», sagte Pohl. «Wir sind kein Gericht, aber wir» - die Bürger - «sind die Geschädigten», sagte Pohl [...]
    http://www.bayern.landtag.de/cps/rde/xchg/landtag/x/-/www1/17_4179.htm
  • 21.10.2008 Die Bayerische Landesbank (BayernLB) muss als erstes deutsches Kreditinstitut das Rettungspaket des Bundes in Anspruch nehmen. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Bayerns Finanzminister Erwin Huber (CSU), kündigte gestern Abend nach einer fast fünfstündigen Krisensitzung in München an, dass das Institut Finanzhilfen des Bundes über 5,4 Milliarden Euro beantragen werde, um das Eigenkapital zu stärken.
    http://www.wiwo.de/handelsblatt/bayernlb-rechnet-mit-drei-milliarden-verlust-374945/
  • 01.03.2010 Banken - Blindflug ins Desaster

    "Es sprechen gute Gründe dafür, dass das Handeln grob fahrlässig war."

    Mit diesem Satz können sie ihn kreuzigen. Beckstein war als Aufseher im Verwaltungsrat der Bayerischen Landesbank nach Ansicht der Juristen für das Milliardendesaster des öffentlichen Geldinstituts nicht nur mitverantwortlich, er hat dabei nicht nur pflichtwidrig gehandelt, nicht nur fahrlässig, nein: "grob fahrlässig".

    [...] Wenn er, Beckstein persönlich, grob fahrlässig, nicht nur Bayerns prächtige Staatsbank in den Sand gesetzt hat und, grob fahrlässig, Milliarden bayerischer Steuergelder vernichtet hat, dann ist er nicht nur als Politiker, sondern als Beckstein ruiniert. Denn die Satzung der Bank sieht für diesen Fall vor, dass er mit seinem Privatvermögen für den Schaden aufkommt. [...]
    Zehn Milliarden aus der Steuerkasse musste der Freistaat seiner Landesbank bisher zuschießen, um den Untergang des Geldinstituts zu verhindern. Haben Beckstein und Kollegen ihre Überwachungspflicht in der Bank grob fahrlässig verletzt?
    [...]
    Dabei war die BayernLB nicht die Einzige, die sich derart vertan hat. Viele der Institute, in denen der Staat die Aufsicht führt, sind in der Finanzkrise an den Rand des Abgrunds geraten, weil sie sich mit den schlecht besicherten Ramschpapieren vom US-Hypothekenmarkt übernommen haben.
    [...]
    Doch nur in Bayern wird nach dem Landesbankdesaster die Frage offen diskutiert, die bislang als Tabu galt: Müssen auch Politiker für den Mist, den sie gemacht haben, haften?

    Großes Gewinnspiel am Finanzmarkt

    In den Aufsichtsräten oder Verwaltungsräten fast aller Landesbanken sitzen Minister aus den Landeskabinetten. Im Aufpassergremium der staatlichen KfW, die zum Auftakt der Finanzkrise mit ihrer IKB spektakulär gegen die Wand gefahren ist, saßen zur Tatzeit Politiker aller Bundestagsparteien, Peer Steinbrück von der SPD ebenso wie Oskar Lafontaine von den Linken, Horst Seehofer von der CSU oder die grüne Finanzpolitikerin Christine Scheel. Überall im Land haben Regierungen mit Hilfe staatseigener Banken und am Parlament vorbei versucht, etwas für die Landeskasse abzubekommen beim großen Gewinnspiel am Finanzmarkt.
    [...]
    "Schlicht rechtswidrig"

    Erst im Strudel der Finanzkrise zeigte sich das ganze Ausmaß des Leichtsinns der Bayernbanker. Der milliardenteure Kauf schlechter US-Papiere, vom Verwaltungsrat der Bank pauschal abgenickt, war "schlicht rechtswidrig", urteilt Marcus Lutter, Sprecher des Zentrums für Europäisches Wirtschaftsrecht der Universität Bonn, weil er vom öffentlichen Auftrag einer Staatsbank nicht gedeckt war.
    [...]
    "Wer nach der Schuld fragt, liegt falsch"

    Fahrlässig handelt auch, wer für etwas die Aufsicht übernimmt, wovon er keine Ahnung hat. Den dilettierenden Politikern blieb nur der Blindflug.
    [...]

    Eine große Koalition der Unschuldigen sitzt so nicht nur an der Spitze der KfW. Auch bei Skandalbanken wie der HSH Nordbank in Hamburg haben Politiker von SPD wie CDU in den kritischen Jahren im Aufsichtsrat gesessen. Wer würde da dem SPD-Mann Frank-Walter Steinmeier widersprechen, der mitten in der schlimmsten Krise sich und seinesgleichen öffentlich Absolution erteilte: "Wer nach der Schuld fragt, liegt falsch."

    Jedenfalls wäre es gefährlich. Denn sowohl bei der KfW als auch bei der HSH Nordbank sind die Haftungsregeln für die Aufseher deutlich schärfer als in Bayern. Einfache, nicht wie bei der BayernLB "grobe" Fahrlässigkeit reicht aus, die Politik in die Haftung zu nehmen.
    [...]
    Bild
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,737853,00.html#ref=rss
    Peer Steinbrück (SPD) war Mitglied im 37-köpfigen Verwaltungsrat der KfW (2007)
  • 03.01.2011 - Justiz untersucht Herkunft des Geldes - BayernLB-Vorstand erhielt 50 Millionen Dollar
    Bei Bayerns Landesbank gibt es neue Turbulenzen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat der ehemalige Risiko-Vorstand Gerhard Gribkowsky in seiner Amtszeit heimlich 50 Millionen US-Dollar aus Mauritius sowie der Karibik erhalten und in einer österreichischen Privatstiftung namens "Sonnenschein" angelegt. Die Münchner Staatsanwaltschaft, der er das Vermögen zunächst verschwiegen hatte, untersucht, ob das Geld aus kriminellen Geschäften stammt, die mit der Formel 1 zu tun haben.
    [...]
    Die Staatsanwaltschaft prüft vor allem, ob die 50 Millionen Dollar aus der Formel 1 kommen könnten, mit der Gribkowsky jahrelang viel zu tun hatte. Ausgangspunkt war im Jahr 2002 die Pleite des Medienhändlers Leo Kirch, dem die BayernLB zwei Milliarden Euro geliehen hatte. Kirch hatte sich zuvor bei der Formel 1 eingekauft. Dieses Engagement übernahm die Landesbank, um durch einen späteren Verkauf der Rennserie wieder zu ihrem Geld zu kommen.
    http://www.sueddeutsche.de/geld/justiz-untersucht-herkunft-des-geldes-bayernlb-vorstand-erhielt-millionen-dollar-1.1041952
  • 05.01.2011 - Staatsanwalt verbietet BayernLB eigene Ermittlungen
    [...]
    Die Staatsanwaltschaft München habe die Landesbank aufgefordert, "auf jegliche eigene Ermittlungstätigkeiten bis auf weiteres zu verzichten", sagte ein Sprecher der Bank.
    Die Ermittler hätten darüber auch das bayerische Finanzministerium informiert. Dies geschehe, um die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht zu gefährden, habe die Behörde als Grund für die Forderung genannt.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,737980,00.html#ref=rss
  • 15.01.2011 - Der falsche Tipp des Bankers

    Gerhard Gribkowsky beschäftigt die Justiz doppelt. Wegen der Formel-1-Affäre sitzt er in Haft. In einem anderen Fall schwärzte er offenbar grundlos Kollegen an - und trieb die Staatsanwaltschaft zu unnötigen Ermittlungen. [...]
    Bei Vernehmungen am 19. März und 13. April 2010 führte er aus, Händler der BayernLB hätten vorschriftswidrig Wertpapiere im Wert von drei bis fünf Milliarden Euro gekauft; diese Geschäfte seien später von seinen Leuten nicht genehmigt worden. Es habe von 2005 bis 2007 fortlaufende und umfangreiche Verstöße gegen die Ankaufbestimmungen gegeben; das sei kein "Unfall" gewesen.
    [...]
    Die Staatsanwälte waren elektrisiert: Finanziell war der Handel mit den sogenannten ABS-Papieren eine noch größere Katastrophe als der Kauf der Skandalbank Hypo Alpe Adria. Von den zehn Milliarden Euro, mit denen der Freistaat seine Landesbank retten musste, galt der überwiegende Teil jenen Verlusten aus den Spekulationen in Amerika.
    [...]
    Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Untreue gegen den früheren Vorstandskollegen ein. Doch umfangreiche Nachforschungen zeigten, dass an der Geschichte im Kern nichts dran war. Es waren lediglich Papiere im Wert von 500 Millionen Euro nachträglich abgelehnt und dann abgestoßen worden. Statt der von Gribkowsky erwähnten mehr als 300 Fälle waren es 30 gewesen. Und selbst diese Transaktionen waren wohl übliche Bankgeschäfte gewesen, ohne jeglichen kriminellen Hintergrund
    http://www.sueddeutsche.de/geld/ex-bayernlb-vorstand-gribkowsky-der-falsche-tipp-des-bankers-1.1046820
  • 17.01.2011 - BayernLB begibt sich gegen die nach deutschen und europäischen Normen gesicherten Ansprüche deutscher Kleinsparer vor Gericht.
    Kunden der Kaupthing Bank beanspruchen neben der Herausgabe von Kontoauszügen und Abschlussunterlagen die Auszahlung der zustehenden Zinsen. Diese Ansprüche sind nach deutschen und europäischen Normen begründet. Die BayernLB begibt sich auf der Gegenseite in Island vor Gericht.

Meinung:
Fakt ist: Teilwahrheiten sind auch Lügen. Gelernt: Lügen wird beim Sparkassenverband "Kommunikationspanne" genannt.
Zur Rechenschaft ziehen? Leider wohl nur wegen Steuerhinterziehung. Es fehlt der Mut die gesamte Etage wegen Untreue einzubuchten.
Unbeschränkte Haftung aufgrund "grober Fahrlässigkeit" scheint bei Beckstein gegeben zu sein.
Der Spiegel-Artikel ist bemerkenswert. Es werden neben Beckstein auch Steinbrück und andere genannt.

Aktualisiert am 06.01.2011
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Zuletzt bearbeitet von lavcadio am 16 Jan 2011 10:23, insgesamt 9-mal bearbeitet
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ho ho!

Beitragvon Gere* » Mo Jan 03, 2011 10:32 pm

@lavcadio,
zurückhaltend wie immer: kein Kommentar! lässt Fakten sprechen. :idea:
@Gere* denkt so vor sich hin: "do goht ei'm doch 's Messer em Sack auf!!" :shock:
Und schreibt:
--> was wir wohl so alles nicht wissen, nicht erfahren, nie erfahren werden?!:roll:
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Beitragvon lavcadio » Mo Jan 03, 2011 10:44 pm

Selbst nach intensivem Bemühen um unverfängliche Kommentare entgleiten mir lediglich nicht zitierfähige Worte in die Tastatur. Deshalb vorerst kommentarfrei.
Ich erlaube mir - von Zeit zu Zeit - die Causa BayernLB zu aktualisieren.
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Beitragvon Martin » Di Jan 04, 2011 6:26 pm

Ob man wohl bei der Bayern LB günstige Karten für ein Formel I Rennen bekommen kann ? :D
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Beitragvon Margie » Mi Jan 05, 2011 4:33 pm

Formel 1 ist zumindest für die BayernLB Geschichte.

Wie es scheint, ziehen sich die Schlingen langsam zu:

Gribkowski wurde verhaftet.

http://www.sueddeutsche.de/geld/bayernlb-ex-risikovorstand-gribkowsky-verhaftet-1.1043070

und anderen Beteiligten wird unter anderem von Marcus Lutter, Sprecher des Zentrums für Europäisches Wirtschaftsrecht der Universität Bonn, grobe Fahrlässigkeit im Umgang mit Steuergeldern beim Ankauf der HypoAlpeAdria vorgeworfen. Grobe Fahrlässigkeit würde zu einer persönlichen Haftung führen.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,737853,00.html
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selten blöd

Beitragvon UlliZ » Mi Jan 05, 2011 4:57 pm

...selten blöd das vermutete Managerverhalten von Herrn Gribkowski, per Beratervertrag angeblich 50 Mio. Honorar zu beanspruchen und diese Zahlung dann diskret über Mauritius abzuwickeln, Motto: das kriegen die dt. Behörden eh nicht mit. Hätten sie auch nicht, wenn Bayern LB nicht den Bogen überspannt hätte und stattliche Eigenmittel in Milliardenhöhe verbrannt hätten. Dann guckt der ein oder andere bayrische Staatsanwalt eben etwas genauer hin :roll: Die bayrische Spezlwirtschaft funktioniert eben nicht mehr wie zu Zeiten von FJS, da hätte irgendein CSU-getreuer Justizminister den Staatsanwalt oder ggf. auch der Finanzminister das Finanzamt rechtzeitig zurückgepfiffen :evil:
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Beitragvon k.o.pthing » Mi Jan 05, 2011 5:45 pm

@UlliZ: ...und wenn unter den Kaupthing-Betroffenen ein Spezi eines der Vorstände der Bayern-LB gesessen hätte, hätte der dann auch dafür sorgen können, dass die BayLB sich nicht gegen die nach deutschen und europäischen Normen bestehenden Ansprüche der Kaupthing-Sparer nun in Island vor Gericht begibt?
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so macht man es

Beitragvon UlliZ » Mi Jan 05, 2011 6:10 pm

Privatstiftung 'Sonnenschein' in Österreich, die dann Mittelzuflüsse aus Mauritius und von den Jungferninseln i.H.v. 50.000.000,-- Dollars erhält, generiert aus 2 getarnten Beraterverträgen.
Also nicht "money makes the world go round", sondern "making money going around the world". Ergänzt mit "and finally into my own pocket" :lol:
Man möchte hoffen, daß die Staatsanwaltschaft ausreichend belastbares Material gesichert hat, so daß endlich mal einer dieser Bankster einige Monate oder vielleicht sogar ein paar Jährchen sitzt.

Wahrscheinlicheres Szenario: der Typ wird in ein paar Tagen gegen xyz -tausend Euro (für ihn: Portokasse) auf freien Fuß gesetzt, weil: keine Fluchtgefahr (der Typ ist ja sicherlich verheiratet, hat Kinder, einen festen Wohnsitz etc..).

Und die Strafe, für diesen 'Ersttäter', wird ganz bestimmt zur Bewährung ausgesetzt, denn im Zweifel wird Herr Gribkowski dann eben ein wenig mit der StA kooperieren und Reue zeigen a la Zumwinkel. Dann gibt es diese sog. 'DeALs' mit der StA, Kooperation gegen Haftverschonung. Wolln wir mal sehen, wie es weitergeht. Eine Geldstrafe (in D. maximal 20.000*360, also 7,2 Mio) steckt Herr G. sicher locker weg 8)

Sitzt eigentlich der ehemalige Kaupthing-Chef (Grigursson oder so ähnlich hieß er), der sich nach Luxemburg abgeseilt hatte, noch? Oder hat der auch schon mit der StA seinen Kuhhandel eingefädelt :roll:
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Zuletzt bearbeitet von UlliZ am 06 Jan 2011 18:56, insgesamt einmal bearbeitet
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Beitragvon Erich_Frenzel » Mi Jan 05, 2011 6:45 pm

Wenn ich das so alles lese : Wann bricht dieses Kartenhaus aus Bananenrepublik und Verbrecherklub eigentlich/endlich zusammen ?

Da sind der ehemalige und jetzige Bahnvorstand js höchst ehrbare Kaufleute dagegen.

Es ist schon erstaunlich was wir alles mit uns machen lassen.

Ob uns der Geduldsfaden überhaupt jemals reißt ?
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Beitragvon inge » Do Jan 06, 2011 12:47 pm

Bayern-LB
Tatsächlich kann man annehmen, der bayr. Landtag wäre bei der Aufarbeitung der Akte "Bayern-LG" besonders für die Steuerzahler engagiert. Jedoch sitzen in den anderen deutschen Landesbanken "Spitzenpolitiker" aller Parteien. Die Besonderheit in Bayern war, daß durch die Alleinregierung der CSU in der betreffenden Zeit nur CSU-Politiker im Verwaltungsrat saßen. Meiner Meinung nach rührt daher die besondere Eifrigkeit der Opposition, besonders der Grünen, die Vorgänge aufzuklären und auch die Politiker für das Desaster finanziell verantwortlich zu machen.
Beim Verwaltungsrat der KfW (2007), die zum Auftakt der Finanzkrise mit ihrer IKB spektakulär gegen die Wand gefahren ist, wo Steinbrück, Lafontaine, Seehofer und Christine Scheel Mitglied waren, ist dergleichen nichts zu sehen.
Im Spiegel Nr. 1/ 3.1.11 ist unter dem Titel "Blindflug ins Desaster" ein Artikel erschienen.
PS. Vielleicht kann ihn einer unter spiegel-online reinsetzen.
Gruß Inge
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Beitragvon lavcadio » Do Jan 06, 2011 1:31 pm

Hallo Inge, ich habe den Eingangsbeitrag aktualisiert.
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BayernLB in Gewinnzone zurückgekehrt

Beitragvon prom » Mo Jan 31, 2011 10:13 pm

BayernLB in Gewinnzone zurückgekehrt

31. Januar 2011 München (dapd).
Die Bayerische Landesbank ist 2010 deutlich in die Gewinnzone zurückgekehrt.
Der Konzerngewinn vor Steuern lag nach vorläufigen Zahlen bei rund 800 Millionen Euro, wie die BayernLB am Montag in München mitteilte.
Vor allem das gute operative Geschäft habe dazu beigetragen, dass die Erwartungen übertroffen worden seien.
Das Jahr 2009 hatte die krisengeschüttelte Bank noch mit einem Jahresverlust von rund 2,8 Milliarden Euro abgeschlossen.

Nach mehreren Jahren hoher Verluste stelle sich das vorläufige Jahresergebnis für 2010 für die BayernLB überaus erfreulich dar, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerd Häusler.
Mit dem auf Kunden ausgerichteten Geschäftsmodell sei die Landesbank auf einem guten Weg.
Das operative Ergebnis stamme nahezu vollständig aus “denjenigen Geschäftsbereichen, die in einer neuen BayernLB für das Kerngeschäft der Zukunft stehen”.

Quelle: http://www.wirtschaft-regional.net/?p=13604
_____________________________________________________

http://www.sueddeutsche.de/geld/bayernlb-oh-ein-erfolg-1.1053591

http://www.br-online.de/aktuell/die-krise-der-bayernlb-DID1260438163618/bayernlb-landesbank-gewinn-ID1296487834779.xml
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Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten: http://www.youtube.com/homeproject#p/a/f/0/IbDmOt-vIL8
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Beitragvon Martin » Di Feb 01, 2011 11:16 am

@UlliZ: ...und wenn unter den Kaupthing-Betroffenen ein Spezi eines der Vorstände der Bayern-LB gesessen hätte, hätte der dann auch dafür sorgen können, dass die BayLB sich nicht gegen die nach deutschen und europäischen Normen bestehenden Ansprüche der Kaupthing-Sparer nun in Island vor Gericht begibt?


Ich habe mit einem leitenden Angestellten der Bayern LB über dieses Thema gesprochen.Er versicherte mir;dass seine Bank die ureigensten Interessen vertreten wird.Das heißt im Klartext von der Bayern LB haben wir nicht`s zu erwarten.Im Gegenteil wenn Sie kann wird Sie versuchen;die Dt.Kleinsparer leer ausgehen zu lassen um an Ihr Geld zu kommen.Wir sprachen von 1,7Mill.€ seines Wissens geht es nur noch um 500 Mill.Also folglich muß die Bayern LB bereits Geld von KE erhalten haben.Er versicherte mir auch,dass die Summe bereits im Jahr 2010 abgeschrieben und in der Bilanz ausgebucht wurde.Was daran dran ist und stimmt ?Bahnt sich da der nächste Skandal an ?
Dt.Kleinsparer werden von der Bayern LB verdrängt und um Ihre Zinsen betrogen?
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Beitragvon Phileas » Di Feb 01, 2011 7:49 pm

Genau zu dem Thema (BayerLB gegen Kaupthing-Sparer) hatte ich sowohl der BayernLB, als auch der DKB (Tochter der BayernLB und ich Kunde von denen) eine Bitte um Stellungnahme geschrieben. Hier die Antwort:

Sehr geehrtes Phileas,

vielen Dank für Ihre E-Mail Anfrage vom 18. Januar 2011.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die DKB als Tochterunternehmen der Bayerischen Landesbank keine Stellung zu geschäftspolitischen Entscheidungen der Bayerischen Landesbank geben kann.

Gern bieten wir Ihnen an, Ihre Anfrage an die zuständige Pressestelle der Bayerischen Landesbank zu leiten. Dazu benötigen wir jedoch vorab Ihr Einverständnis.

Mit freundlichen Grüßen

gez. gez.

Frauke Plaß Marion Schmitz-Strunk

Deutsche Kreditbank AG

Bereich Unternehmensentwicklung
Taubenstr. 7-9 . 10117 Berlin

E-Mail: presse<mailto:presse@dkb.de>@dkb.<mailto:presse@dkb.g>de . Internet: www.dkb.de<blocked::http://www.dkb.de/>



Deutsche Kreditbank AG
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Jan-Christian Dreesen;
Vorstand: Günther Troppmann (Vorsitzender),
Rolf Mähliß, Dr. Patrick Wilden, Stefan Unterlandstättner
Sitz der Gesellschaft: Taubenstraße 7-9, 10117 Berlin,
Deutsche Bundesbank Berlin Kto: 12030000 (= BLZ),
SWIFT-BIC: BYLADEM1001, Handelsregister: Berlin-Charlottenburg (HRB 34165)
P Sparen Sie pro Seite ca. 200 ml Wasser, 2 g CO2 und 2 g Holz:

Drucken Sie daher bitte nur, wenn es wirklich notwendig ist.


Warten wir mal ab, was die BayernLB antwortet...
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Beitragvon Phileas » Di Feb 01, 2011 7:56 pm

Falls es jemanden interessiert, meine Antwort:

Sehr geehrte Damen und Herren,

kann ich mich für eine solche Antwort bedanken? Ich denke, das geht gerade so noch.

Die Anfrage habe ich selber bereits ebenfalls an die BayernLB gerichtet. Es sollte also kein Problem darstellen. Allerdings gehe ich davon aus, dass die BayernLB sich aus der Affäre zieht, wir stehen in keiner Geschäftsverbindung. Womit die vielbeschworene Kunden- und Bürgerorientierung wieder eindrucksvoll bewiesen wäre. Dafür meinen herzlichen Dank.

mit freundlichen Grüßen

Phileas

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