Was tun mit dem Geld?

Fragen und Diskussionen zu sonstigen Banken / Anlagen.

Re: Was tun mit dem Geld?

Beitragvon KoppingÄtsch » So Dez 15, 2013 6:12 pm

Viele werden wohl Fondssparpläne oder ETF-Sparpläne kennen, da kauft man regelmäßig zu einem bestimmten Betrag zum jeweiligen Kurs Fonds- oder ETF-Anteile, die Anzahl schwankt i.d.R., bei niedrigen Kursen bekommt man mehr Stücke und bei hohen Kursen entsprechend weniger Stücke.

Was ich nun bei der DiBa entdeckt habe, überrascht mich dann doch: auf jeden einzelnen der 30 DAX-Werte gibt es nämlich seit einiger Zeit auch Aktiensparpläne ab 50,-- .... (und bis Ende 2014 ohne Börsenentgelte, -gebühren o.ä.!). ... habe jetzt halb-monatlich zum 01. und 14. einen Aktiensparplan von Eon -zunächst befristet bis zum 31.12.14- eingerichtet, eine Änderung, Aussetzung oder Löschung der Sparpläne ist ja jederzeit möglich... .
Altbestände und steuerliche Neubestände sollten nicht in einem Depot vermischt werden, sondern in Zweitdepots getrennt werden. Die sind bei der DiBa und vielen anderen Banken ja auch kostenfrei.

Meine Eltern halten Veba/Viag-Versorger seit der Privatisierung, jetzt EON, deren Kurs ist ordentlich unter die Räder gekommen, (minus 56% im Altbestanddepot) .... der Aktiensparplan wird morgen erstmals ausgeführt. ... bin gespannt, wie das ist, auch Bruchstücke (fünf Stellen nach dem Komma) von Aktien im Depot zu finden, auch beim Stimmrecht auf der HV oder beim Versuch, diese über die Börse zum Verkauf zu stellen. ...' dachte immer, es könnten in der Order nur ganzzahlige Aktien eingegeben werden, aber offensichtlich wohl doch nicht.

Der Cost-Average-Effekt spricht grundsätzlich für regelmäßige Sparpläne, den Effekt kann man durch temporäre Erhöhung der Sparrate bei "niedrigen" Kursen bzw. Verringerung oder Aussetzen der Sparrate bei "hohen" Kursen sogar noch verstärken :!:

Wer sowieso an einem der 30 DAX-Titel Interesse hat und nur einmalig einen Betrag investieren möchte, kann diesen Sparplan nach der ersten Ausführung ja auch aussetzen oder löschen, so spart man beim Kauf die sonst üblich werdenden Börsenkosten - ein Kurs-Limit kann naturgemäß beim Sparplan nicht gesetzt werden.... beim potentiellen Verkauf fallen dann diese Kosten an, dafür kann aber auch ein Limit gesetzt werden. Einrichtung, Änderung oder Löschung einer Limit-Order sind bei der DiBa kostenlos, lediglich bei tatsächlicher Ausführung fallen 2,50€ Limitgebühren an. Andere Banken (PB-easytrade) fordern diese für jede Order-Transaktion unabhängig von der tatsächlichen Börsen-Ausführung...
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Re: Was tun mit dem Geld?

Beitragvon Dieter19 » Sa Dez 21, 2013 9:14 pm

Hallo,

nochmal Danke für die Tipps.
Hab das vom gokarn viewtopic.php?p=114904#p114904 gebookmarkt. (<-- ist das deutsch ?)

Im Prinzip läuft das bei mir auch so nach der Devise : Verluste minimieren.
Nicht zu gierig sein, spätestens ab 10% Gewinn/Titel an Verkaufen denken. Oder i.d.R. spätestens bei 15-20% Verlust das Geraffel abstossen, auch wenn es zunächst weh tut.

Dabei ist für Anfänger aber auch die *BRAVO* der Börseninfos (Der Aktionär) zumindest hilfreich.
Habe nun 70% in DAX Werten und auf defensives Wachstum getrimmte Fonds investiert und mit 30% wird "gezockt" ...
Fuelcell, 3D Systems, C.A.T. Oil und so'n Zeugs, auch mal Derivate mit Hebel max 2 (je nach Emittent bei 1000 bis 1500 EURO gebührenfrei). (Hebel 2 tut dann nicht ganz so weh bei Verlusten)

Man darf halt nicht alles für bare Münze nehmen was irgendwo geschrieben steht.
Und ich habe für mich die Erfahrung gemacht, das operative Hektik an der Börse fast immer in die Hose geht.

PS. wenn es so bleibt komme ich in 2013 mit einem Plus von nur rund 6% im Depot raus. Das ist leider so wenig, weil ich mich erst seit zwei Monaten intensiver drum gekümmert habe. :roll:
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Re: Was tun mit dem Geld?

Beitragvon gokarn » Fr Jan 24, 2014 1:13 pm

Dieter19 hat geschrieben:Im Prinzip läuft das bei mir auch so nach der Devise : Verluste minimieren.
Nicht zu gierig sein, spätestens ab 10% Gewinn/Titel an Verkaufen denken. Oder i.d.R. spätestens bei 15-20% Verlust das Geraffel abstossen, auch wenn es zunächst weh tut.

So läuft der Hase, nur bei dem -Gewinne mitnehmen ab 10%- möchte ich Einspruch erheben. Wie lange ein Trend läuft weiß man vorher nicht, Aktien können jahrelang nach oben/unten laufen. Die bessere Vorgehensweise ist mit Stops zu arbeiten. Hier gibt es einige Varianten, die sicherste ist ein sog. Break-Even Stop. dh wenn deine Position im Plus ist - nicht zu knapp setzen sonst kegelts dich oft raus zb bei deinen 10% - setzt du den Stop auf Einstieg incl. Spesen. Oder jetzt einen Trailing Stop einsetzen.
Generell sind Stops unverzichtbar - ich setzte sie allerdings manchmal auch 'mental', dh. ich warte erst die Bestätigung der eingeschlagenen Richtung ab und handle dann - und ich setze sie nicht frei Schnautze. Ich lese den Chart und gehe im Bereich der Unterstützungen und Widerständen auf die Jagd.
Die einfachere Variante ist das Arbeiten mit 'gleitenden Durchschnitten'. Also für Investionen (mittel-bis langfristig) die GD200. Für Trades (kurz- bis mittelfristig) die GD20, GD38 und, weil sie von den Big Playern sehr beachtet wird, die GD50. Gehts, im Idealfall am nächsten Handelstag bestätigt, drüber steigt man ein, gehts drunter steigt man aus.
Zusätzliches Gedöns verwirrt Anfangs nur.

Dieter19 hat geschrieben:Dabei ist für Anfänger aber auch die *BRAVO* der Börseninfos (Der Aktionär) zumindest hilfreich.

Auf jeden Fall!! Bitte das nicht so verstehen, dass ich die für völlig inkompetent halte, um Gottes Willen, Nein! , dafür hängt mir der Arsch doch zu tief , aber sie gehört nicht zu meiner Pflichtlektüre. Den dort zur Entscheidung herangezogenen 'TSI Rang' halte ich für ...ist nichts für mich, wollte ich sagen. Das Heft 52/13 - 01/14 ist allemal interessant zu lesen, auf jeden Fall!
Dieter19 hat geschrieben:Habe nun 70% in DAX Werten und auf defensives Wachstum getrimmte Fonds investiert und mit 30% wird "gezockt" ...
Fuelcell, 3D Systems, C.A.T. Oil und so'n Zeugs, auch mal Derivate mit Hebel max 2 (je nach Emittent bei 1000 bis 1500 EURO gebührenfrei). (Hebel 2 tut dann nicht ganz so weh bei Verlusten)

Dann kann ich nur hoffen du hast aktuell!! deine Stops sehr eng gezogen, sieht nach 'Gewitter' aus...


Dieter19 hat geschrieben:Man darf halt nicht alles für bare Münze nehmen was irgendwo geschrieben steht.
JAAAAAAA
Dieter19 hat geschrieben:Und ich habe für mich die Erfahrung gemacht, das operative Hektik an der Börse fast immer in die Hose geht.
auch ja, kommt halt darauf an was für eine Art von Trader du bist.

Dieter19 hat geschrieben:PS. wenn es so bleibt komme ich in 2013 mit einem Plus von nur rund 6% im Depot raus. Das ist leider so wenig, weil ich mich erst seit zwei Monaten intensiver drum gekümmert habe. :roll:
Die Prokon Gläubiger würden sich da aber seeehr darüber freuen.
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