Palladium, Platin, Silber, Gold

Fragen und Diskussionen zu sonstigen Banken / Anlagen.

Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon mogador » Di Mär 19, 2013 5:35 pm

Hab mich erstmal oberflächlich mit dem Edelmetallthema beschäftigt und das hier gefunden:

Einkaufsgemeinschaft:
http://www.goldsilber.org/index.php

Wer googelt unter "palladium kauf", findet noch mehr Kaufsmöglichkeiten.

Ein Artikel hierzu (copy and paste), falls er verschwindet:
http://www.finanzen100.de/?ID_NEWS=61362


Edelmetalle
Warum Platin und Palladium besser als Gold sind

Gold und Silber waren gestern - Anleger sollten lieber ein Auge auf Platin und Palladium werfen. Gold und Silber waren gestern - Anleger sollten lieber ein Auge auf Platin und Palladium werfen.

Gerade 210 Jahre lang ziert das Palladium das Periodensystem der Elemente – mit Gold und Silber hantierte die Menschheit da bereits seit Jahrtausenden. Doch das weitaus weniger berühmte Palladium macht den alteingesessenen Edelmetallen zusammen mit dem Bruderelement Platin in Sachen Geldanlage Konkurrenz.

8000 Punkte! Dank der optimistischen Märkte knackte der Dax kürzlich zum ersten Mal seit 2008 diese historische Marke. Ob die Partylaune auf dem Parkett noch lange anhält, ist angesichts des Wahlausgangs im Euro-Krisenland Italien und der Haushaltsdebatte in den USA fraglich. Bröckeln die Börsenkurse, werden die zuletzt geschmähten Edelmetalle Gold und Silber bei den Sparern schnell wieder en vogue sein.

Der Goldkurs schwächelt weiter, seit Jahresbeginn verbilligte sich das gelbe Metall um knapp 5,6 Prozent. Der kleine Bruder Silber entwickelte sich paralell, obwohl knapp die Hälfte des Silbers industriell genutzt wird.

Wer der aktuellen Euphorie an den Aktienmärkten nicht traut, muss jedoch nicht unbedingt gelbe Barren stapeln. Zwar dürfte der Goldpreis im zweiten Halbjahr angesichts der lockeren Geldpolitik der Notenbanken und der immer noch schwelenden Krisen in der Eurozone und den USA wieder anziehen, weniger bekannte Edelmetalle wie Palladium und Platin brauchen sich aber nicht vor Gold und Silber zu verstecken. Während die Letztgenannten vor allem zur Geldanlage genutzt werden, profitieren die Kurse der beiden Platinmetalle vor allem von der Nachfrage in der Industrie.

Platin: Produktionsengpässe sorgen für saftige Preise
Immerhin 80 Prozent der Platin- und über 90 Prozent der Palladium-Reserven landen in der Weiterverarbeitung – und die Industrie bleibt hungrig nach den Edelmetallen. Deshalb schlägt der Unzenpreis des bekannteren Platins seit Jahreswechsel sogar den Preis für eine Unze Gold. Das dürfte auch so bleiben, sagt Commerzbank-Analyst und Rohstoff-Experte Carsten Fritsch im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir erwarten, dass der Platinkurs in diesem Jahr weiter über dem Goldpreis rangieren wird.“

Besser als Gold und Silber schlug sich zum Jahresauftakt Platin: Seit Januar verteuerte sich der Preis um rund vier Prozent.

Hauptgrund für den Preisauftrieb ist laut Fritsch vor allem die schrumpfende Förderung. „Rund drei Viertel des geförderten Platins stammen aus Südafrika. Schon 2012 verkleinerte sich das Angebot wegen der dortigen Streiks. Jetzt haben die Arbeiter höhere Löhne durchgesetzt. Die Folge: Minenkonzerne drücken die Produktionsvolumina oder schließen unrentable Schächte.“ Damit dürfte das Defizit 2013 Studien des Chemie- und Bergbaukonzerns Johnson Matthey zufolge auf rund 490.000 Unzen steigen – und der Preis entsprechend anziehen.

Palladium: Der neue Edelmetall-Champion
Auch beim Brudermetall Palladium sind die Angebotsrisiken ähnlich groß. Ein großer Teil stammt auch hier aus Südafrika, Herkunftsland Nummer Eins ist aber Russland. "Beim Palladium feuern nicht nur Förderengpässe in Südafrika die Preise an, sondern vor allem die sonst so üppigen Staatsverkäufe in Russland versiegen zunehmend“, erklärt Fritsch. Als weiterer Unterstützungsfaktor für den Palladiumpreis kommt der Automobil-Boom in den USA und China hinzu. Im Gegensatz zum europäischen Markt dominieren dort Benzinmotoren, für deren Katalysatoren vermehrt Palladium anstelle von Platin genutzt wird.

Ungeschlagener Edelmetall-Champion im noch jungen Jahr ist das Palladium mit einem Preisaufschlag von 11,7 Prozent.

Der Commerzbank-Experte erwartet deshalb, dass Palladium im Jahresverlauf das größte Kursplus aller Edelmetalle verbuchen dürfte. Ein Wermutstropfen bleibt aber: Verglichen mit dem Goldmarkt ist der Markt für Palladium überschaubar, der Kurs dadurch volatiler und die Anlagemöglichkeiten beschränkter. Längerfristige Investoren aber dürfte die Tatsache beruhigen, dass sich der Marktgröße wegen weniger Spekulanten und Zocker den Palladiumkurs beeinflussen.

Bergau-Aktien: Günstig und aussichtsreich
Neben einem Direktinvestment in die edlen Rohstoffe bleiben noch die Aktien der Förderer wie beispielsweise Norilsk Nickel und Anglo American Platinum (Amplats). Die Kurse beider Konzerne gingen im Spätsommer 2012 zusammen mit den Edelmetallpreisen auf Talfahrt, jüngst deutete sich jedoch eine Wende an: Zum Jahresauftakt markierte die Amplats-Aktie ein Zwischenhoch bei 42 Euro und kratzte zudem mehrfach an der 200-Tage-Linie – ein Hinweis auf einen baldigen Aufwärtstrend. Der Kurs des weltgrößten Palladium-Produzenten Norilsk Nickel knackte den 200-Tage-Durchschnitt sogar schon im Dezember. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp neun sind die Norilsk-Papiere zudem vergleichsweise günstig.

Für Rohstoff-Puristen bleiben zudem noch Fonds, ETFs, ETCs auf Palladium und Platin. Ein Beispiel hierfür ist etwa der ETF Palladium Trust (WKN: A0YJYQ) des britischen Anbieters ETF Securities - die Entwicklung der letzten Monate verlief zwar volatil, mündete aber jüngst in einem neuen Rekordhoch. Auch für entscheidungs-unfreudige Anleger bieten die Briten eine Lösung: Mit dem White Metals Basket Trust ETF (WKN: A1H4KG) haben Sparer Platin, Palladium und Silber in einem Korb.

Von Maximilian Nagel
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Anglo Platinum
33,66 EUR
+0,27%
Anglo Platinum

MMC Norilsk...
13,00 EUR
+1,56%
MMC Norilsk Nickel (Sp.ADRs)
Name Kurs * in %
Anglo American 21,55 EUR -2,13%
Anglo Platinum 33,66 EUR +0,27%
Commerzbank 1,20 EUR -0,42%
DAX 7.969,37 Pkt. -0,52%
Gold (Spot) 1.610,21 USD +0,28%
MMC Norilsk Nickel (Sp.ADRs) 13,00 EUR +1,56%
Palladium (Spot) 749,50 USD -1,45%
Platin (Spot) 1.570,00 USD -0,41%
Silber (Spot) 28,97 USD +0,10%
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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon gokarn » Fr Mär 22, 2013 8:27 pm

Interessant!
Da ich nicht gerade ein ausgewiesener Spezialist für Edelmetalle bin möchte ich hier nur mal meine persönliche Meinung wiedergeben und verweise auf diesen Link in dem alle genannten Edelmetalle von Florian Grummes gesammelt besprochen werden:

http://www.proaurum.de/home/aktuellwich ... alyse.html
links oben auf 'Chartanalysen' und dann auf 'Analyse Silber 18.03.2013' gehen

Meine Meinung:
Er nennt gut die charttechnischen Unterstützungen und Widerstände und verwendet die gleichen Indikatoren, RSI, Slow Stochastik, MACD und das Volumen wie ich... (Ja dann :roll: )
Die Charts finde ich etwas zuu vollgezeichnet, aber wer sich damit etwas auskennt wird schon klarkommen.
Fazit: gut mit Tendenz zu sehr gut

Ich habe ein etwas zwiespältiges Verhältniss zu Edelmetallen. Wenn man die haben muss, wogegen in gewissem Rahmen von 5% bis 20% des Portfolios absolut nichts einzuwenden ist, dann bin ich ein Fan von physischen Metallen.
Bei ETFs (hier ETCs) und insbesondere Fonds bin ich sehr skeptisch. Fonds haben viele laufende Kosten und im schlechtesten Fall auch noch Agio.
Als Anlage um damit Rendite zu machen halte ich Edelmetalle auch nicht für sinnvoll. Als Absicherung gegen 'worst case' Szenarien und seltsame Ideen diverser Regierungen jedoch durchaus - wenn ich die Dinger in die Hand nehmen kann und ich im Falle eines Falles auch noch hinkomme. Sie eignen sich auch gut als Sicherheiten für Kredite und Briefbeschwerer - aber lassen wir das...
Generell sind Sachwerte (wozu natürlich auch Aktien (mit ihren vielen Möglichkeiten im derivaten Bereich) gehören, meine absoluten Favoriten) derzeit eh das A und O einer sichern Anlage.

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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon Martin » Sa Mär 23, 2013 6:32 am

ein Grund mehr Gold & anderen EM den Rücken zu stärken.

Ich bleibe dabei und werde meine EM Bestände sogar noch ausbauen.

20-30% seines Kapitals; kann man meiner Meinung nach schon in EM anlegen.

http://www.finanzen.net/nachricht/rohst ... de-2333459
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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon gokarn » Sa Mär 23, 2013 8:28 pm

hatte deinen Link schon in der Früh gelesen, Martin und besonders gut fand ich dass Hr.Riße sinngemäß sagte: 'Wenn die Experten zum Verkauf raten sollte man kaufen' :lol:
Das stelle ich leider auch oft fest. Die Analysten sind sehr oft ein guter Kontraindikator.
Und 20%-30%? Ja warum denn nicht wenn die Werterhaltung im Allgemeinen und nicht die Rendite - die dennoch gut ausfallen kann! - im Vordergrund steht.
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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon Martin » So Mär 24, 2013 7:13 am

Und sollte der Staat noch irgendeine Zwangsabgabe auf unser Geld einführen?

Die EM im Keller, Garten, Dachboden..........; da kommt er nicht so schnell ran.
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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon lavcadio » So Mär 24, 2013 9:14 am

Martin hat geschrieben:Und sollte der Staat noch irgendeine Zwangsabgabe auf unser Geld einführen? [...]

Mit Verlaub, was heißt hier "noch"?

Das ist doch schon längst passiert! Bisher konnten Verzugszinsen von 5% (bei Privatleuten) und 8% (bei Unternehmen) zuzüglich dem Basiszinssatz geltend gemacht werden. Der Basiszins ist derzeit negativ, exakt -0,13%. Wer es derzeit mit säumigen Zahlern zu tun hat verliert gleich mehrfach...

Wie geht es weiter? Nur mal so dahingedacht: Wenn sich dieses "Negativwachstum" des Basiszinses auf >5% oder >8% erhöht hat, darf der Mahnende dem säumigen Zahler sogar noch Geld überweisen.
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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon Matthieu » Mi Mär 27, 2013 4:38 pm

..., Gold und norwegische Kronen. Letztere gehören zwar nicht ganz hier herein, ich wollte aber nicht extra eine neue Rubrik aufmachen, zumal ich mit meiner Frage vielleicht eher ein anderes Forum aufsuchen müsste. Sie lautet:
Wenn ich eine Festzinsanleihe in ausländischer Währung kaufe, habe ich dann sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf bzw. bei der Fälligkeit den Nachteil der Kursspanne (der Differenz von Geld- und Briefkurs) beim Wechsel von einer Währung in die andere?
Gibt es da also keinen (oder keinen ins Gewicht fallenden) Unterschied zum normalen Geldtausch am Bankschalter, oder sind die Margen in dem Fall deutlich andere?

Es geht um folgende Anleihe, die neu emittiert wird:
4% FESTZINSANLEIHE NORWEGISCHE KRONEN A1PGL8 / DE000A1PGL88
In dem betreffenden Flyer steht nichts davon. Könnte man denn überhaupt sicher sein, dass sich die Bank, die den Umtausch vornehmen müsste, an einen bestimmten
verbindlichen Marktpreis hält? Muss man vielleicht vorher sogar ein (zusätzlich gebührenpflichtiges) Fremdwährungskonto einrichten oder für die Auszahlung zur Verfügung haben?

Natürlich gibt es da außerdem noch verschiedene Risiken, die mir auch halbwegs klar sind. Mich interessiert aber speziell diese eine Frage:
Wie, zu welchen Konditionen läuft der Übergang von einer Währung in die andere ab? Kennt sich da jemand aus?
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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon mogador » Do Mär 28, 2013 3:11 am

Matthieu hat geschrieben:..., Gold und norwegische Kronen. Letztere gehören zwar nicht ganz hier herein, ich wollte aber nicht extra eine neue Rubrik aufmachen, zumal ich mit meiner Frage vielleicht eher ein anderes Forum aufsuchen müsste.


Nee, ja, doch,----is schon klar. Oder doch nicht? Oder doch?
Wieso setzt du deine Frage nicht mit der entsprechenden Überschrift unter "sonstiges"?
Wozu sind Rubriken und Titel da????

Ein anderer Forent hat sich auch schon beschwert, das SEIN Thread verhunzt wird. :cry:
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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon Matthieu » Do Mär 28, 2013 3:00 pm

...fragt jemand, der "P, P, S, Gold" unter "sonstige Banken" aufgemacht hat !
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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon mogador » Do Mär 28, 2013 4:55 pm

Matthieu hat geschrieben:...fragt jemand, der "P, P, S, Gold" unter "sonstige Banken" aufgemacht hat !


Untertitel:
Fragen und Diskussionen zu sonstigen Banken / Anlagen.
Ich trag dir das ja nicht nach, aber deine Antwort erstaunt mich schon. Lesen sollte man schon.....ANLAGEN.

Naja, ok,.........wenn du das für richtig hältst, mach ich das jetzt halt auch, oder?

Bist du auch so einer, der in Gespräche reintrampelt mit einem völlig anderen Thema????? (wenn ich mich mal aufs reale Leben beziehe) :mrgreen:

Es ist schlicht und ergreifend unhöflich und destruktiv. Aber ok: Wir können gerne streiten.
Aber bitte in einem neuen Thread mit entsprechendem Titel: Themenfremde Kommentare in anderer Leute Threats..
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Re: Palladium, Platin, Silber, Gold

Beitragvon mogador » Mo Sep 02, 2013 3:40 pm

Silbermünzen, Goldbarren, Xetra-Gold & Co.Die Besteuerung von Edelmetallen

Unruhige Zeiten an den Börsen. Infolge des sich verschärfenden Konflikts in Syrien greifen Anleger wieder verstärkt zu Gold und Silber. Grund genug, einmal einen Blick auf die Besteuerung der Edelmetalle zu werfen. Dabei sollten Anleger besonders Silbermünzen im Auge behalten.


Gold und Silber

Aufgrund der drohenden Eskalation des Bürgerkriegs in Syrien flüchten die Anleger wieder in vermeintlich sichere Kapitalanlagen. Der Goldpreis hat am vergangenen Mittwoch erstmals seit rund drei Monaten wieder die Marke von 1400 US-Dollar noch oben durchbrochen. Gegenüber dem letzten zyklischen Tief von Ende Juni bedeutet dies ein Plus von 17 Prozent. Der Silberpreis ist in den zurückliegenden Wochen sogar um fast 25 Prozent gestiegen. Anleger, die jetzt in Edelmetalle investieren wollen, sollten auf jeden Fall auch steuerliche Besonderheiten berücksichtigen. Details schildert der Steuerexperte Michael Bormann.


Reduzierte Mehrwertsteuer für Silbermünzen entfällt

Klammheimlich hat die Bundesregierung im Sommer den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Silbermünzen abgeschafft. Das wollte sie schon einmal gegen Ende des vergangenen Jahres, war aber im Bundesrat gescheitert. Jetzt hat es geklappt. Für Anleger bedeutet dies, dass beim Kauf von Silbermünzen ab dem kommenden Jahr 19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden. Dies entspricht einer "Preiserhöhung" von zwölf Prozentpunkten. Denn bislang gilt, dass der Kauf von populären Münzen wie dem Silber Philharmoniker oder dem Silber Meaple Leaf nur mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent belegt wird. Bei Silberbarren greift bereits der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Dies erklärt die große Beliebtheit von Silbermünzen. Wertpapierhändler rechnen bereits bei Silbermünzen mit einem ausgesprochen guten Weihnachtsgeschäft, bevor die Steuererhöhung greift. Von der Abgeltungssteuer bleiben Silbermünzen und –barren dagegen weiterhin befreit - vorausgesetzt, dass erzielte Kursgewinne erst nach Ablauf der Spekulationsfrist von zwölf Monaten realisiert werden. Stellt der Anleger die entsprechenden Positionen schon vor Ablauf der Spekulationsfrist glatt, fällt der persönliche Einkommenssteuersatz an.


Anlagegold bleibt vorerst steuerfrei

Bei Anlagegold gilt bislang noch Entwarnung. Da Münzen und Barren vom Fiskus gewissermaßen als Währungen angesehen werden, erhebt er hier keine Mehrwertsteuer. Außerdem greift auch hier die Abgeltungssteuer nicht. Unter rein steuerlichen Gesichtspunkten stellt Anlagegold somit das günstigste Investment dar. Allerdings bestehen vor allem bei kleinen Prägungen unter einer Feinunze (31,1 Gramm) vergleichsweise hohe Aufgelder und größere Spannen zwischen An- und Verkaufspreisen. Außerdem entfallen mögliche Lagerkosten in Form von Schließfachgebühren oder für den Kauf und Einbau eines Tresors.


Besteuerung von Xetra-Gold weiter unklar

Vor diesem Hintergrund greifen Anleger gerne bei so genanntem Xetra-Gold (WKN: A0S 9GB; ISIN: DE 000 A0S 9GB 0) zu. Hierbei handelt es sich um eine Inhaberschuldverschreibung (also Anleihe), die mit physischem Gold unterlegt ist. Zudem verbrieft Xetra-Gold eine physische Auslieferung des Edelmetalls, bei der allerdings Kosten für Prägung, Transport und Versicherung anfallen. Xetra-Gold wird börsentäglich sehr liquide gehandelt. Die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis ist minimal.
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Allerdings ist die steuerliche Behandlung von Xetra-Gold bislang nicht zu 100 Prozent geklärt. Aus Sicht des Bundesfinanzministeriums und der Finanzverwaltung ist Xetra-Gold nicht physischem Gold gleichzusetzen. Damit unterliegen realisierte Kursgewinne der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und etwaiger Kirchensteuer. Dementsprechend verfahren auch die Banken. Zwar wird in den Medien immer wieder berichtet, dass Anleger gegen dieses Verfahren erfolgreich Einspruch beim zuständigen Finanzamt eingelegt haben. Anleger sollten aber, um auf der sicheren Seite sein, bei Xetra-Gold die Abgeltungssteuer auf die Kursgewinne mit einkalkulieren.

Bei den übrigen gängigen Goldinvestments ist die steuerliche Behandlung dagegen unstrittig. Goldminenaktien, Aktienfonds, die in Goldminengesellschaften investieren, oder Zertifikate – für sie alle gilt die Abgeltungssteuer. Das heißt, dass hier vom Kursgewinn, der realisiert wird, 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und etwaige Kirchensteuer an den Fiskus gehen. So betrachtet strahlen Goldmünzen und Goldbarren am hellsten.

Quelle: n-tv.de
2.9.2013
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