Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Fragen und Diskussionen zu sonstigen Banken / Anlagen.

Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon Dejorgan » Sa Feb 22, 2014 11:14 pm

Was ich heute gefunden hab ist folgende Seite:

http://www.weltsparen.de/

Was haltet ihr von diesen Angeboten ?


Ich denke die Seite ist ganz neu, denn ich hab vorher sowas noch nie gesehen.
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon Daul » So Feb 23, 2014 8:42 am

Scheint sehr riskant zu sein.


Die Geldanlage bei der Fibank erfolgt über den Anbieter
WeltSparen.de. Dazu eröffnen Sie ein kostenloses
Referenzkonto bei der MHB-Bank, Frankfurt.

Die Fibank wird von der Ratingagentur Fitch nur mit „BB-“ bewertet. Dieses Rating gilt als spekulativ und wird laut Fitch dann vergeben, wenn ein erhöhtes Insolvenzrisiko besteht.

Kompliziert
Jeder Anleger sollte sich auch genau die steuerliche Abwicklung ansehen (Abführung von bulg. Quellensteuer,Anrechnung über Steuererklärung usw.) Trotz "garantierter" BULKGARISCHER Absicherung bis 100 Tsd. Euro hätte ich Bedenken.
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon pjd » So Feb 23, 2014 1:52 pm

Dejorgan hat geschrieben:Was ich heute gefunden hab ist folgende Seite:

http://www.weltsparen.de/

Was haltet ihr von diesen Angeboten ?


Gar nichts :!:

weitere Infos:

http://www.kritische-anleger.de/fibank/

http://www.finanztip.de/weltsparen/
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon bankomat » So Feb 23, 2014 2:22 pm

Na, wir sind ja sturmerprobt, warum nicht mal als Kleinsparer ein Insolvenzverfahren einer Bank in Bulgarien mitmachen.....
Oder einen zahlungsunfähigen bulgarischen Einlagensicherungsfonds zu einer Zahlung an Deutsche bewegen....

:roll:

Bei Norwegen würde ich da an mehr vergleichbare Rechtsstaatlichkeit glauben, aber das tat ich bei Island auch, wie sich später herausstellte, unbegründet.
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon k.o.pthing » So Feb 23, 2014 10:59 pm

ich war im Sommer an der bulgarischen Nordküste bei Shabla, ist wirklich schön.
Sofia kenne ich allerdings noch nicht, und da wären dann doch sicherlich die Gläubigerversammlungen, oder?!

[Ironiemodus aus]
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon gokarn » Di Feb 25, 2014 6:27 pm

Wie kann man so was nur überhaupt in Erwägung ziehen??? Wegen 2,9%?
Sorry, aber da fällt mir wirklich nichts mehr ein :oops:
Der Cheffe meiner Hausbank hat mir gestern gesagt, dass seiner Erfahrung nach 95% der deutschen 'Sparer' Null Ahnung von Invests haben. Das ist sehr sehr traurig, aber spiegelt auch meine Einschätzung wieder.
Was zum Henker ist an Aktien so verkehrt, dass man krampfhaft 2-5%er sucht und sich auch mal einen Genussschein (Holzinvest in Panama ist super...) oder eine Anleihe einer Hinterhofklitsche 'gönnt'?
Ich verstehe es echt nicht!
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon ISSELHORST » Sa Mär 01, 2014 11:40 pm

Wenn ein ehrlicher Kleinsparer in Bulgarien seine Euros auf einer Bank hinterlegt, bekommt er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein angelegtes Geld in Euro und Cent zuzüglich aufgelaufener Zinsen zurück, allerdings nur in Form von gefälschten Banknoten. Bulgarien ist doch als Fälscherwerkstatt für Euros bekannt. Also schon allein aus diesem Grund Finger weg. Norwegen ist die Urheimat der Isländer. Was die Isländer können, das können die Norweger erst recht, erst das Geld weltweit einsammeln und dann die Konten sperren. Wem es wirklich nur nach Nervenkitzel geht, der sollte sein Geld in der Ukraine anlegen, die brauchen ganz schnell 15 Milliarden und demnächst noch mehr, wenn der Konflikt mit Putins Reich eskalieren sollte. Noch besser ist es, das mühsam ersparte Geld gleich auf der Krim zu deponieren. Da leben überwiegend Krim-Minelle. Auch Wiktor Janukowytsch würde sich über zusätzliche Einnahmequellen erfreuen, wo doch die Schweiz nunmehr seine Konten gesperrt hat.

Noch nicht gemerkt, wir haben Karneval. Diese Angebote aus Bulgarien und Norwegen sind sicherlich Scherzangebote. Deshalb auch mein scherzhafter Kommentar.
:lol: :lol: :lol:
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon Dieter19 » So Mär 02, 2014 12:47 am

gokarn hat geschrieben:...
Was zum Henker ist an Aktien so verkehrt, dass man krampfhaft 2-5%er sucht und sich auch mal einen Genussschein (Holzinvest in Panama ist super...) oder eine Anleihe einer Hinterhofklitsche 'gönnt'?
Ich verstehe es echt nicht!

Ich auch nicht.
Allein mit der Rendite, die man mit der jährlichen Dividende bei gut gestellten, im DAX gelisteten Unternehmen erzielen kann schlägt man aber auch jeden zurzeit angebotenen Bankenzins.
Beispiele z.B.
http://www.dividendenchecker.de/dividende_dax.php
(Div13 = Dividende 2013 oder Ren13 = Rendite 2013)
Muenchener Rueck AG, Allianz SE, Volkswagen, Siemens AG ganz klar vorweg.
Und wer da über Risiken des wirtschaftlichen Zusammenbruchs dieser Firmen paranoisiert, ... sollte an auswandern denken ;-) << Sarkasmus >>

PS. Kostolani hatte Recht bei solchen Aktien. Kaufen und nach xx Jahren wieder hingucken.
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon Kleinhugo » Di Mär 25, 2014 1:07 pm

Aktien sind ok, aber einsteigen auf dem derzeit hohem Niveau, ist das nicht auch riskant?
Evtl. doch eher auf eine baisse warten?
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon Dieter19 » Fr Apr 04, 2014 11:43 am

Kleinhugo hat geschrieben:Aktien sind ok, aber einsteigen auf dem derzeit hohem Niveau, ist das nicht auch riskant?
Evtl. doch eher auf eine baisse warten?


Natürlich ist es riskant. Keine Frage.

Bei wem man wann einsteigt hängt aber doch von der persönlichen Strategie ab.
Entweder will ich VW und/oder BMW und Daimler Aktien oder ich wills nicht, weil ich z.B. der Automobilindustrie nichts zutraue ;)

Der Otto-Normalverbraucher ist doch aber eher langfristig am Ertrag interessiert und da ist es eigentlich Schnuppe wann man kauft.
Mit der Einschränkung das man ja nun nicht unbedingt beim Allzeithoch kaufen muß.
Im Moment wärs eigentlich günstig. :mrgreen:
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon Erich_Frenzel » Sa Apr 05, 2014 3:07 am

@ Isselhorst

Das Bonmot
"Noch besser ist es, das mühsam ersparte Geld gleich auf der Krim zu deponieren. Da leben überwiegend Krim-Minelle."
ist schön.

Gas - PROMinente und Demokratenversteher könnten sich jedoch auf den Schlips getreten fühlen -

Aber was soll es: Wo kein Ruf ist, da ist auch nichts mehr zu schädigen. :P
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon Mäusefalle » Mo Jun 30, 2014 3:25 pm

Bankenkrise in BulgarienDeutsche Anleger fürchten um ihr Geld
30.06.2014, 12:00 Uhr, aktualisiert heute, 13:54 Uhr

In Bulgarien grassiert eine Bankenkrise. Auch deutsche Anleger bangen um ihr Geld. Sie haben über den deutschen Vermittler Weltsparen bei der Fibank zu Top-Zinsen angelegt. Was Sparer jetzt wissen müssen.

Als sich in der Nacht zu Freitag lange Schlangen vor den Geldautomaten bildeten, wurden Erinnerungen an die schlimmsten Zeiten der Eurokrise wach. In der Hauptstadt Sofia standen vor einigen Bankfilialen laut Nachrichtenagentur Reuters bis zu 65 Kunden vor den Schaltern. Mitteilungen im Internet und per SMS über drohende Bankpleiten hatten viele Bulgaren in der vergangenen Woche in Panik versetzt. Betroffen war unter anderem die Fibank. „Mir wurde mitgeteilt, dass ich hierher kommen soll, um mein Geld abzuheben“, sagte eine Frau. „Ich hoffe, dass sie uns nicht die Tür vor der Nase schließen.“

Die Angst vor einem Bankrun geht um. Die Filialen der Fibank wurden aus „logistischen Gründen“ am frühen Freitagnachmittag geschlossen, die Geldautomaten funktionierten aber. Nach Angaben des Institutes hoben die Kunden innerhalb weniger Stunden umgerechnet mehrere hundert Millionen Euro ab. Auch heute gibt es Schlangen vor den Filialen der Fibank.

Der Aktienkurs der Bank brach ein, stieg heute wieder mit der Aussicht auf Finanzspritzen um 24 Prozent. Die Ratingagentur Fitch bewertet die Fibank nach wie vor unverändert mit BB-, Ausblick negativ. Es handelt sich demnach um eine spekulative Anlage, bei einer Verschlechterung der Lage ist mit Ausfällen zu rechnen. Die FiBank sei Opfer von Gerüchten und böswilligen Erklärungen in der Öffentlichkeit geworden, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens.

Nicht nur bulgarische Bankkunden bangen bei solchen Meldungen um ihr Geld. Nach Angaben von Weltsparen.de, einem Vermittler von Zinskonten im europäischen Ausland, haben rund deutsche 2.000 Kunden insgesamt einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag bei der Fibank angelegt.

Noch Freitagnachmittag warb Weltsparen.de für „attraktives Festgeld bei der Fibank“. Die Offerte mit einem Zins von 3,3 Prozent sei „attraktiv“, „sicher“, „gebührenfrei“, „flexibel“ und „fair“. Die Werbung stand bis 15.30 Uhr im Netz, obwohl Reuters bereits um kurz nach elf Uhr von einer „organisierten Attacke“ auf Bulgariens Banken berichtete und Handelsblatt Online Weltsparen.de bereits um kurz nach 10.00 Uhr von Anzeichen für einen Bankenrun informierte. Tamaz Georgadze, CEO von Weltsparen.de, erklärt, sein Unternehmen habe zeitnah und „so transparent wie umfassend“ informiert: „Auf Basis unbestätigter Sachstände beziehungsweise Gerüchte zu kommunizieren, kann gerade in so einer Situation eine Panik beschleunigen.“

Handelsblatt Online hatte bereits im Februar kritisch über die Fibank-Offerte des Vermittlers Weltsparen.de berichtet. Der Vermittler lobte damals die Bank mit Sitz am Dragan Tsankov Boulevard in Sofia in den höchsten Tönen. Sie sei „eine der größten Banken in Bulgarien“, börsennotiert und als systemrelevant eingestuft. Nicht zuletzt gelte das Institut als „eine kundenorientierte Bank“, was mehrere Auszeichnungen belegen sollen. „Das Angebot der Fibank sieht nur auf den ersten Blick verlockend aus“, sagt im Februar Hans-Peter Burghof, Professor für Bankwirtschaft an der Universität Hohenheim. „In Wahrheit bekommen sie dort sehr wenig Geld für ein hohes Maß an Intransparenz.“

Die Lage hat sich aber geändert. „Die Fibank nimmt im Moment keine Neu-Anträge von Kunden aus Deutschland an“, sagt Georgadze. Das gelte auch für solche Anträge, die noch am Freitag eingetroffen seien. Die Bank würde sich „zunächst vollumfänglich auf die Bearbeitung des Kundenaufkommens in Bulgarien konzentrieren, und durch zeitnahe Bearbeitung aller Kundenanfragen zu einer schnellen Beruhigung der Situation beizutragen“, erklärt der Chef von Weltsparen.de.

Ob die deutschen Kunden der Fibank treu bleiben ist fraglich. Laut Georgadze können deutsche Sparer ihr Festgeld jederzeit kündigen. „Die vorzeitige Kündigung bedeutet, dass der Kunde seinen angelegten Betrag ohne Zinsen zurück erhält“, sagt Geordadze. Ob die Bank solvent ist oder nicht, darüber möchte der Vermittler keine Auskünfte geben. „Wir haben keine externe Meinung zur Solvenz der Finanzinstitute, die von nachprüfbaren externen Informationen abweicht“, sagt Georgadze und verweist auf die Rating-Agenturen, die bislang keine Änderung des Ratings vorgenommen haben. Fitch bewertet die Fibank als „Non investmentgrade“.

Bei einem Ausfall müsste die bulgarische Einlagensicherung für deutsche Gelder einspringen. Zum Stand Ende März verfügt der Sicherungsfonds über 1,07 Milliarden Euro. Die Sicherungsgrenze liegt bei 100.000 Euro pro Sparer wie bei den andren EU-Ländern. Der Vermittler Weltsparen.de würde bei einem drohenden Ausfall nicht einspringen. „Wir sehen keine Forderungen, die auf uns zukommen können“, sagt Georgadze. „Wir sind lediglich als Vermittler tätig und haben unsere Kunden vollumfassend und an mehreren Stellen im Abschlussprozess über die Produkte und Banken auf der Plattform auf Basis rein extern verfügbarer Informationen informiert".

Aktuell ist die Lage in Bulgarien unübersichtlich. Um Schlimmeres zu vermeiden, meldete sich am Sonntag die Regierung des ärmsten EU-Landes zu Wort. „Das Bankensystem in Bulgarien ist stabil und gut kapitalisiert“, erklärte Staatschef Rossen Plewneliew nach einem Krisentreffen mit den Parteispitzen am Sonntag in Sofia. „Es gibt keine Bankenkrise, sondern eine Vertrauenskrise und eine kriminelle Attacke.“

Der Präsident versicherte, dass der jetzt zum Euro fixierte Wechselkurs der heimischen Währung Lew bis zum Beitritt Bulgariens zur Eurozone unverändert bleiben werde. „Das Geld von Bürgern und Firmen in den Banken in Bulgarien ist sicher und garantiert“, betonte Plewneliew.

Die Entwicklung weckt Erinnerungen an den Zusammenbruch des Bankensektors in Bulgarien in den 1990er-Jahren, als 14 Institute Pleite gingen. Wegen der anhaltenden politischen Probleme hatte die Rating-Agentur Standard & Poor's die Bonitätsnote des Landes unlängst herabgestuft. Die Bewertung liegt nun nur noch eine Stufe vom Ramsch-Status entfernt.

Hilfe kommt jetzt von der Europäischen Union: Die EU unterstützt das mutmaßlich von Kriminellen attackierte bulgarische Bankensystem mit einem milliardenschweren Notkredit. Die Europäische Kommission teilte am Montag mit, man werde der Bitte Bulgariens nach Verlängerung einer Kreditlinie über umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro nachkommen. Diese Maßnahme sei "angemessen" und notwendig, um in der derzeitigen Lage das Bankensystem mit genügend Liquidität zu versorgen. Das Geld fließe vorsorglich, um das Finanzsystem zu stabilisieren.

Mit Material von Reuters.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/vo ... 26474.html
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon lavcadio » Di Jul 01, 2014 6:22 pm

Bereits vor 10 Tagen gab es Probleme:
Ein massiver Kundenansturm bei der bulgarischen Großbank Corpbank hat die Zentralbank des osteuropäischen Landes auf den Plan gerufen. Die Notenbank übernahm nach eigenen Angaben bei dem viertgrößten Finanzinstitut Bulgariens vorübergehend die Kontrolle. Geschäftsführung und Aufsichtsrat der Corporate Commercial Bank (Corpbank) werden für die kommenden drei Monate abgesetzt, wie die Zentralbank am Freitag mitteilte. Vor dem Hauptsitz der Corpbank in der Hauptstadt Sofia warteten viele Sparer, die ihr Geld abheben wollten. Das Institut hatte die Zentralbank am Morgen darüber informiert, dass sie alle Zahlungen und Bankaktivitäten aufgrund eines Liquiditätsengpasses einstellen muss.

Die Original-Mitteilung der bulgarischen Zentralbank lässt keinen Zweifel daran, dass die Situation kritisch ist:

Today, at 11.40 a.m., the Bulgarian National Bank received a written notice from the management of Corporate Commercial Bank AD (CCB) that CCB’s liquidity had been depleted and the bank had suspended making payments and conducting all types of banking transactions. On these grounds and with a decision of the BNB Governing Council, Corporate Commercial Bank AD has been placed under conservatorship. From that moment on the CCB’s shareholders have been divested of their rights and conservators have been appointed at the bank.
[...]
Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... beruhigen/


Weitere Pressestimmen:
[...]
Kunden der Fibank sind mit falschen Informationen gefüttert worden. Die Folge: Sparer haben ihre Konten leer geräumt. Obwohl Brüssel Sofia einen Notkredit erlaubt, sind auch deutsche Sparer in Sorge.
[...]
Quelle: http://www.welt.de/finanzen/article1296 ... k-Run.html


EU pumpt Milliarden nach Bulgarien

Gerüchte über drohende Bankenpleiten in Bulgarien breiten sich wie ein Lauffeuer aus. Panik bricht unter den Kunden aus, Hunderte Millionen Euro werden an einem Tag abgehoben. Die EU springt dem Land in der Not bei.

Die EU unterstützt das mutmaßlich von Kriminellen attackierte bulgarische Bankensystem mit einem milliardenschweren Notkredit. Die Europäische Kommission teilte mit, man werde der Bitte Bulgariens nach Verlängerung einer Kreditlinie über umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro nachkommen. Diese Maßnahme sei "angemessen" und notwendig, um in der derzeitigen Lage das Bankensystem mit genügend Liquidität zu versorgen. Das Geld fließe vorsorglich, um das Finanzsystem zu stabilisieren. An sich seien Bulgariens Banken gut mit Kapital ausgestattet verglichen mit anderen Ländern in der EU. [...]
Quelle: http://www.n-tv.de/wirtschaft/EU-pumpt- ... 19776.html
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Re: Zinsen bis 2,9% in Bulgarien oder 2,2 in Norwegen ?

Beitragvon lavcadio » So Jul 06, 2014 11:10 pm

Die Welt kommentiert unter dem Titel "Die Angst der anderen" (Auszug):
Gerade erst hatte man das Bild erfolgreich verdrängt: Vor einer Bankfiliale in einem fremden Land stehen besorgte und ungeduldige Kunden Schlange, um Geld abzuheben. Die letzten Male liegen schon einige Jahre zurück: 2007 warteten verzweifelte britische Kunden vor Filialen der Bank Northern Rock. Ein Jahr später ging es der isländischen Kaupthing Bank an den Kragen. Hier waren sogar Zehntausende Kunden aus Deutschland betroffen, die bei einer deutschen Kaupthing-Tochter Tagesgeld zu mehr als fünf Prozent Zinsen angelegt hatten. Jetzt ist es wieder so weit, dieses Mal wackeln die Banken jedoch im Osten. Eine Welle von E-Mails und SMS-Nachrichten über die vermeintliche Instabilität des Finanzsystems in Bulgarien brachte die dortige Corporate Commercial Bank und danach die First Investment Bank, kurz Fibank, ins Straucheln. Und auch dieses Mal bangten deutsche Anleger mit, die sich von 2,5 Prozent für einjähriges Festgeld von der Fibank hatten locken lassen. Die Finanzkrise scheint nach dem Prinzip Gartenschlauch zu funktionieren: Irgendwo wird ein Leck geflickt, für ein paar Momente hält alles dicht, doch dann spritzt an unerwarteter Stelle wieder Wasser heraus.[...]
Der vollständige Artikel findet sich hier: http://www.welt.de/print/wams/finanzen/ ... deren.html
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