Medienspiegel vom 16.10.2013

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Medienspiegel vom 16.10.2013

Beitragvon prom » Mi Okt 16, 2013 1:29 pm

Medienspiegel vom 16.10.2013

Deutsche vertrauen isländischer Pleitebank Kaupthing wieder Milliarden an

Quelle: http://www.fondsprofessionell.de/news/b ... 092/ref/4/

Fünf Jahre nach der Pleite der isländischen Kaupthing-Bank legen deutsche Sparer bei dieser wieder vermehrt Geld an. In den vergangenen zwei Jahren war diese Summe höher als die Einlagen bei Sparkassen oder Volksbanken.

Fünf Jahre nach der Pleite lockt die isländische Kaupthing-Bank wieder deutsche Sparer an. In den vergangenen 24 Monaten hat sie in Deutschland 35 Milliarden Euro einsammeln können, wie das manager magazin online unter Berufung auf Daten der Bundesbank berichtet.
Dagegen seien sämtliche deutsche Sparkassen in demselben Zeitraum nur auf einen Zuwachs 23 Milliarden Euro gekommen, die Volks- und Raiffeisenbanken auf 23,1 Milliarden Euro.

Besonders bemerkenswert sei die Entwicklung beim Festgeld.
Hier hätten die "neuen Kaupthings" die Sparkassen nämlich nicht nur bei den Zuwächsen, sondern sogar schon in absoluten Zahlen überholt.

Dabei hatten nach der Insolvenz der Kauphting-Bank war vor fünf Jahren im Zuge der Finanzkrise rund 34.000 deutsche Anleger um ihr Geld gefürchtet, bis sie doch noch vom isländischen Staat entschädigt worden waren.
Der Grund: Kaupthing war bloß in der isländischen Einlagensicherung und nicht in der deutschen gewesen. In den Monaten vor dem Zusammenbruch hatte die deutsche Tochter der Bank mit aggressiven Zinsversprechen um Kunden geworben.

Ausländische Filialbanken halten Einlagen von 62,2 Milliarden Euro
Die vom manager magazin ausgewerteten Bundesbank-Zahlen zeigen zudem, dass spätestens seit 2011 die Einlagen von Privatpersonen bei sogenannten "Zweigstellen ausländischer Banken" kontinuierlich angestiegen sind und mittlerweile bei insgesamt 62,2 Milliarden Euro liegen – mehr als fünfmal so hoch wie vor der Kaupthing-Pleite.

Insgesamt gibt es gut 100 Zweigstellen ausländischer Banken in Deutschland - viele von ihnen operieren als kostengünstige Onlineanbieter für Tages- und Festgeld. Das Problem ist, dass sie von der Finanzaufsicht ihrer Heimatstaaten kontrolliert werden und hierzulande lediglich über eine Art "Banklizenz light" verfügen.
Zudem verweigern sich die meisten dieser Anbieter sowohl der gesetzlichen als auch der freiwilligen deutschen Einlagensicherung.
Stattdessen gehören sie dem Sicherungssystem des Landes an, indem sie sitzen, was ihnen Gebühren und Aufwand spart. (jb)
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