Stand der Unterstützungsaktion Islandklagen 09.08.2010

mögliche Aktionen und Aktivitäten

Beitragvon HansW » Mo Jul 26, 2010 3:37 pm

... was prozessual davon zu erstatten ist, muß ein Anwalt von uns ja verbindlich auf Heller und Pfennig prognostizieren können...

Auf Krone und Aurar sichernicht . . . :wink:

abhängig von der Anzahl der Prozesstage, Anzahl der Zeugen,etc ist da schon eine Bandbreite vorhanden, in der sich das dann bewegt.
RICHTIG teuer wird's, wenn das Gericht noch externe Gutachten anfordert.
Die sind nämlich mW NICHT gedeckelt.

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Beitragvon bankomat » Mo Jul 26, 2010 4:00 pm

Gut, die Parameter kennen die WuCer auch nicht.

Jaaaa, ein Gutachten über die Anwendbarkeit deutschen AGB-Rechts könnte das Gericht verlangen....

:roll:

Ansonsten müssen die ja alles wissen und kennen, wäre sonst ein seltsames Rechtssystem. "jura novit curia" (Das Gericht kennt das Recht)
Das waren zwar Römer, aber bei Wickingern müßte der Grundsatz auch Einzug gehalten haben....
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Beitragvon Lehane » Mo Jul 26, 2010 4:59 pm

Ich hätte da noch so eine Idee.

Wie wäre es, wenn sozusagen der harte Kern, also User die hier regelmäßig reinschauen, stillschweigend übereinkommen, unverbindlich monatlich eine nicht festgelegte Summe auf das KFC-Konto einzuzahlen.

Die jenigen bekommen dann auf dieser Plattform, für jeden der mitmacht, ein MitgliederKonto eingerichtet, das sie über ihr Login einsehen können.
Erweitern könnte man dieses mit aktuellen Informationen.

(es hätte außerdem den Vorteil, falls diese Spenden nicht benötigt werden, könnte sie ohne großen Aufwand zurückgezahlt werden)

(keine Massenmailaktion sondern gezielte Mailwerbung und im Anschluss
eine Information ans Gros der Mitglieder, das es das jetzt gibt, und wer sich anschließen möchte kann sich an den ADMIN wenden.)

Ich befürchte aber, das wieder rechtlich Hürden zu bewältigen sind, oder?
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Beitragvon bankomat » Mo Jul 26, 2010 5:05 pm

"stillschweigend" geht das schon mal gar nicht und "laut" wäre das ein arger Aufwand...
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Beitragvon k.o.pthing » Mo Jul 26, 2010 5:39 pm

Was aber die Anwälte des WuC berechnen, erfahren wir vermutlich erst bei einem persönlichen Gespräch mit dem WuC.

wieviel die gegenseite der unterlegenen partei in rechnung stellen kann, das wird in island vermutlich genauso geregelt sein, wie in D auch.
die obsiegende Partei kann nicht einfach das honorar ihre 5 teuren staranwälte verlangen, auch wenn sie diese ausgaben nachweislich hatte.

sowas sollte unser isländische anwalt wissen (ohne nachzuschlagen)


"sowas" wusste man leider beim District-Court in Reykjavik nicht zu verneinen: für die Anwaltskosten gibt es hier keinerlei Vorgaben, Einschränkungen, sittenwidrige Höhen etc., also eben keine Gebührenordnung wie in Deutschland.
Die Gegenseite kann also, wenn sie will...

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    Beitragvon ulrich » Mo Jul 26, 2010 5:53 pm

    Gut, die Parameter kennen die WuCer auch nicht.

    Jaaaa, ein Gutachten über die Anwendbarkeit deutschen AGB-Rechts könnte das Gericht verlangen....

    :roll:

    Ansonsten müssen die ja alles wissen und kennen, wäre sonst ein seltsames Rechtssystem. "jura novit curia" (Das Gericht kennt das Recht)
    Das waren zwar Römer, aber bei Wickingern müßte der Grundsatz auch Einzug gehalten haben....


    Wie man sieht sind die Römer offensichtlich nicht bis zu den Wikingern gekommen sondern nur bis zum Hadrians Wall.
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    Beitragvon Lehane » Mo Jul 26, 2010 6:00 pm

    @ bankomat - einen Verein gründen, ist ein wesentlich größerer Aufwand.
    Könnte doch unter PN eingerichtet werden.
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    Beitragvon bankomat » Mo Jul 26, 2010 6:07 pm

    Oha, die werden hier noch nicht einmal ansatzweise rechtsstaatlichen Grundsätzen gerecht....und so was will in die EU, was eine Dreistigkeit...

    ......ich fürchte, da sind wir schon bevor wir in Island mit gerichtlichen Dingen beginnen erst mal dabei über internationale Gerichte die Isländische Justiz zu reformieren.

    unglaublich so was...
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    Beitragvon HansW » Mo Jul 26, 2010 6:39 pm

    für die Anwaltskosten gibt es hier keinerlei Vorgaben, Einschränkungen, sittenwidrige Höhen etc.
    mag sein - dann müsste der richter eben in der verhandlung das festlegen.
    aber ganz ohne limit? - das würde ja heissen,
    dass eine finanziell gut gestellte partei allein schon über die drohung
    'wir schrauben mal unsere anwaltskosten in die höhe'
    den gegner in die knie zwingen kann...
    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bild

    ich kann und will's einfach nicht glauben...
    wenn doch, dann verstösst dies sicherlich gegen EWR-Bestimmungen

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    Beitragvon lavcadio » Mo Jul 26, 2010 9:05 pm

    Gut, die Parameter kennen die WuCer auch nicht.

    Jaaaa, ein Gutachten über die Anwendbarkeit deutschen AGB-Rechts könnte das Gericht verlangen... [...]
    Dieses Gutachten kostet 4.000-5.000 EURO. Sagt ein deutsches Gericht. Dies ist ein Punkt weniger zu klären :)
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    Beitragvon KoppingÄtsch » Mo Jul 26, 2010 9:27 pm

    ähhhhh....
    ...dieses Gutachten erstellt Köppi für die Hälfte....
    (Freundschaftspreis!)
    :wink:
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    Beitragvon bankomat » Mo Jul 26, 2010 9:32 pm

    ich wollte nur zum ausdruck bringen, dass die gerichte all das (und eigentlich nur das) als rechtliche gutachten einholen können, was nicht ihr eigenes recht betrifft.

    ......also das isländische gericht ein gutachten an einen isländischen experten (wie lex offices) in auftrag geben könnte, über die anwendbarkeit deutschen rechtes. (kosten offen)

    prozesskostenhilfe vor isländischen gerichten?

    da muss jetzt eigentlich mal eine rechtsschutzversicherung in anspruch genommen werden um ein verfahren durchzuziehen, dann wissen wir wie der hase läuft, lörning bei doing.

    :roll:
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    Beitragvon k.o.pthing » Mo Jul 26, 2010 11:02 pm

    da muss jetzt eigentlich mal eine rechtsschutzversicherung in anspruch genommen werden um ein verfahren durchzuziehen, dann wissen wir wie der hase läuft, lörning bei doing.

    :roll:

    genau das ist ja unser Plan...
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    Beitragvon k.o.pthing » Mo Jul 26, 2010 11:07 pm

    Gut, die Parameter kennen die WuCer auch nicht.

    Jaaaa, ein Gutachten über die Anwendbarkeit deutschen AGB-Rechts könnte das Gericht verlangen... [...]
    Dieses Gutachten kostet 4.000-5.000 EURO. Sagt ein deutsches Gericht. Dies ist ein Punkt weniger zu klären :)


    nö, das ist ein Gutachten, welches das AG Frankfurt bei einer Juristin der Max-Plank-Gesellschaft für Internationales Recht in Auftrag geben möchte, um zu klären, ob und inwieweit für angestrengte Klagen in Deutschland das Isländische Recht soweit durchgreift, dass man Kaupthing erst gar nicht verklagen darf (bzw. noch nicht einmal einen Vollstreckungsbescheid erwirken durfte...).

    Ob ein Isländisches Gericht ein Gutachten braucht um zu erkennen, dass in unserem Falle Deutsches Vertragsrecht berücksichtigt werden muss, wage ich -mal mutig- zu bezweifeln. Das ist einfach offensichtlich.

    Wenn doch: so what! Dann muss es in einem der rechtsschutzgesicherten Fälle eben geklärt werden, genauso, wie der Einbezug der europarechtlichen Diskriminierungsverbotsfrage...

      k.o.pthing
       
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      Beitragvon emwe » Di Jul 27, 2010 7:31 am

      Hallo,
      macht es, nach den beginnenden Beitrittsverhandlungen Islands, Sinn über die EU (Verbraucherschutz / Politik) die IST-Situaiton mit Deutsche Kaupthing Kunden zu schildern, verbunden mit der Frage wie die kontinuierliche Rechtsbeugung (Nachträgliche Nichtanerkennung vertraglicher AGBs) zum Schaden der Kunden offensichtlich möglich bleiben kann - und das bei den o.a. Verhandlungen?
      emwe
       
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